Der Freistoß im Fußball ist entweder direkt oder indirekt – und genau das entscheidet, ob der Ball sofort ins Tor darf. Beim direkten Freistoß zählt ein Treffer ohne weitere Berührung. Beim indirekten muss der Ball erst einen zweiten Spieler berühren, bevor er zählt. Erkennen kannst du den Unterschied am Schiedsrichter: Hält er einen Arm senkrecht nach oben, ist der Freistoß indirekt. Geregelt ist beides in den offiziellen IFAB-Spielregeln (Regel 12 und Regel 13).
- Direkt: Tor zählt ohne zweite Berührung – meist nach Fouls und Handspiel.
- Indirekt: Tor zählt erst nach Kontakt eines zweiten Spielers – bei technischen Vergehen.
- Erkennungszeichen: Arm senkrecht hoch = indirekt; kein erhobener Arm = direkt.
- Mindestabstand: 9,15 Meter vom Ball, bei Mauer ab drei Spielern mindestens 1 Meter für Angreifer.
- Neu seit 2025/26: Hält der Torhüter den Ball länger als 8 Sekunden, gibt es Eckstoß statt indirektem Freistoß.
Direkter oder indirekter Freistoß im Fußball – der Unterschied
Der entscheidende Unterschied beim Freistoß im Fußball ist die Frage, ob der Ball direkt ins Tor darf. Beim direkten Freistoß kannst du den Ball ohne Umweg aufs Tor schießen – fällt er rein, zählt das Tor. Beim indirekten Freistoß muss der Ball nach der Ausführung erst einen weiteren Spieler berühren, egal ob Mit- oder Gegenspieler, bevor ein Treffer anerkannt wird. Diese eine Regel verändert die komplette Ausführung: Direkte Freistöße in Tornähe sind eine echte Torchance, indirekte verlangen einen abgestimmten Spielzug.
Woran erkennst du direkt und indirekt?
Am Schiedsrichter. Beim indirekten Freistoß streckt er einen Arm senkrecht nach oben und hält ihn dort, bis der Ball gespielt und von einem zweiten Spieler berührt wurde oder das Spiel anderweitig weiterläuft. Beim direkten Freistoß gibt es dieses Zeichen nicht – der Arm zeigt höchstens kurz die Richtung an. Als Fan oder Spieler weißt du dadurch sofort, was geht: Bleibt der Arm oben, bringt ein Schuss direkt aufs Tor nichts. Mehr zur kompletten Zeichensprache findest du in unserem Überblick zu den 17 offiziellen Spielregeln.
Welche Fouls lösen welchen Freistoß aus?
Die Art des Vergehens bestimmt, ob direkt oder indirekt gepfiffen wird. Direkte Freistöße gibt es bei körperlichen Vergehen gegen einen Gegner und bei Handspiel, indirekte bei eher technischen Verstößen. Diese Übersicht zeigt die häufigsten Fälle:
| Kriterium | Direkter Freistoß | Indirekter Freistoß |
|---|---|---|
| Schiedsrichter-Zeichen | kein erhobener Arm | ein Arm senkrecht nach oben |
| Tor zählt | sofort, ohne zweite Berührung | erst nach Kontakt eines zweiten Spielers |
| Typische Auslöser | Treten, Halten, Stoßen, Rempeln, Handspiel | gefährliches Spiel, Abseits, Behinderung des Gegners |
| Im eigenen Strafraum | wird zum Strafstoß (Elfmeter) | bleibt indirekter Freistoß |
Wichtig für die Praxis: Nicht jeder Pfiff im Strafraum ist ein Elfmeter. Nur ein Vergehen, das außerhalb des Strafraums einen direkten Freistoß ergeben hätte, wird drinnen zum Strafstoß. Technische Vergehen – etwa gefährliches Spiel oder eine Abseitsstellung – bleiben auch im Sechzehner ein indirekter Freistoß. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse auf der Tribüne.
Wie läuft die Ausführung ab?
Der Ball muss ruhig liegen, dann ist er mit dem ersten Kontakt im Spiel. Gegner müssen mindestens 9,15 Meter Abstand zum Ball halten. Stellt die verteidigende Mannschaft eine Mauer aus drei oder mehr Spielern, müssen Angreifer mindestens einen Meter Abstand zur Mauer halten. Hält die Mauer den Abstand nicht ein oder rückt zu früh vor, kann der Schiedsrichter wiederholen lassen und verwarnen. Den Abstand markiert er im Profibereich oft mit Freistoß-Spray. Wie es weitergeht, wenn aus dem Freistoß ein Strafstoß wird, zeigt unser Beitrag zum Elfmeterschießen.
Sonderfall Torhüter: Was hat sich 2025/26 geändert?
Lange galt: Hält der Torhüter den Ball länger als sechs Sekunden, gibt es indirekten Freistoß. Diese Regel wurde kaum durchgesetzt und ist seit der Saison 2025/26 ersetzt. Jetzt gilt eine 8-Sekunden-Regel: Kontrolliert der Torhüter den Ball länger als acht Sekunden mit den Händen, bekommt der Gegner einen Eckstoß – nicht mehr einen indirekten Freistoß. Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden sichtbar mit erhobener Hand herunter. Beim ersten Verstoß gibt es Eckstoß, beim zweiten eine Verwarnung, beim dritten Gelb. Details dazu stehen direkt in der IFAB-Regel 12.
Freistoß im eigenen Strafraum
Auch im eigenen Strafraum kann es einen indirekten Freistoß geben, etwa nach einem Rückpass, den der Torhüter mit der Hand aufnimmt, oder bei gefährlichem Spiel. Liegt der Tatort näher als 9,15 Meter am Tor, dürfen die Verteidiger auf der Torlinie zwischen den Pfosten stehen – ein seltenes, aber spektakuläres Bild. Wer das Regelwerk komplett nachlesen will, findet weitere Detailfälle unter Schiedsrichter & Regeln im Detail und in den Fußballregeln.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen direktem und indirektem Freistoß?
Ein direkter Freistoß kann ohne weitere Berührung sofort ins Tor verwandelt werden. Beim indirekten Freistoß muss der Ball erst einen weiteren Spieler berühren, bevor ein Tor zählt. Den Unterschied erkennst du am Schiedsrichter: Beim indirekten Freistoß hält er einen Arm senkrecht nach oben, bis der Ball gespielt und von einem zweiten Spieler berührt wurde. Beim direkten Freistoß gibt es dieses Zeichen nicht.
Wie erkennt man einen indirekten Freistoß?
Der Schiedsrichter streckt einen Arm senkrecht nach oben und hält ihn dort, bis der Ball nach der Ausführung einen weiteren Spieler berührt hat oder das Spiel auf andere Weise weitergeht. Bleibt der Arm oben, weißt du als Spieler: direkt aufs Tor bringt nichts, der Ball muss erst noch zu einem Mitspieler. Senkt der Schiedsrichter den Arm nicht, ist der Freistoß indirekt.
Welche Vergehen führen zu einem direkten Freistoß?
Direkte Freistöße gibt es bei körperlichen Vergehen gegen einen Gegner und bei Handspiel. Dazu zählen unter anderem Treten, Beinstellen, Anspringen, Rempeln, Schlagen, Stoßen, Halten und das Spielen des Balls mit der Hand. Passiert eines dieser Vergehen im eigenen Strafraum, wird daraus ein Strafstoß statt eines Freistoßes.
Was passiert, wenn ein indirekter Freistoß direkt ins Tor geht?
Berührt beim indirekten Freistoß kein zweiter Spieler den Ball und er geht direkt ins gegnerische Tor, zählt der Treffer nicht. Stattdessen gibt es Abstoß für die verteidigende Mannschaft. Geht der Ball ohne zweite Berührung ins eigene Tor, gibt es Eckstoß für den Gegner – ein direktes Eigentor ist beim indirekten Freistoß also ausgeschlossen.
Wie weit müssen Gegenspieler beim Freistoß entfernt stehen?
Der Mindestabstand beträgt 9,15 Meter, gemessen vom Ball. Stellt die verteidigende Mannschaft eine Mauer aus mindestens drei Spielern, müssen Angreifer mindestens einen Meter Abstand zur Mauer halten. Rückt die Mauer zu früh vor oder hält den Abstand nicht ein, kann der Schiedsrichter den Freistoß wiederholen lassen und eine Verwarnung aussprechen.
Welche Strafe droht Torhütern, die den Ball zu lange halten?
Seit der Saison 2025/26 gilt eine 8-Sekunden-Regel: Kontrolliert ein Torhüter den Ball länger als acht Sekunden mit den Händen, gibt es Eckstoß für den Gegner – nicht mehr den früheren indirekten Freistoß nach sechs Sekunden. Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden sichtbar mit erhobener Hand herunter. Beim zweiten Mal folgt eine Verwarnung, beim dritten Mal Gelb.
Wann wird aus einem Freistoß ein Elfmeter?
Ein Strafstoß folgt, wenn die verteidigende Mannschaft im eigenen Strafraum ein Vergehen begeht, das sonst einen direkten Freistoß nach sich ziehen würde – etwa ein Foul oder strafbares Handspiel. Die Schwere des Vergehens spielt dabei keine Rolle. Bei einem indirekten Vergehen im Strafraum gibt es dagegen weiterhin einen indirekten Freistoß, keinen Elfmeter.
Fazit
Fazit: Beim Freistoß im Fußball musst du dir nur eine Sache merken: Arm hoch heißt indirekt – Ball erst zum Mitspieler. Alles andere folgt daraus. Direkt nach Fouls und Handspiel, indirekt bei technischen Vergehen, im eigenen Strafraum wird aus einem direkten Vergehen der Elfmeter. Und bei der Torhüter-Frage gilt seit 2025/26 die neue 8-Sekunden-Regel mit Eckstoß.
Herausgeber: Maik Möhring Media · fussball-nachschlagewerk.de · mm@maik-moehring.ch
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Quellen & weiterführende Informationen: DFB
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