Fuballregeln Aktualisiert

Torwartregeln im Fußball: Was darf der Torwart?

Torwartregeln 2026 einfach erklärt: Handspiel im Strafraum, neue 8-Sekunden-Regel mit Eckball, Rückpassregel und Verhalten beim Elfmeter.

Torwartregeln im Fußball: Was darf der Torwart?

Fußballregeln: Was darf der Torwart eigentlich? Die wichtigsten Torwartregeln im Überblick

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Der Torwart darf als einziger Spieler den Ball mit der Hand spielen – aber nur im eigenen Strafraum. Diese Sonderstellung bringt klare Rechte, aber auch strenge Grenzen mit sich. Und seit der Saison 2025/26 gilt eine wichtige Neuerung: Statt der alten 6-Sekunden-Regel darf der Keeper den Ball nun maximal acht Sekunden festhalten, sonst gibt es einen Eckball. In diesem Überblick bekommst du die wichtigsten Torwartregeln verständlich erklärt – vom Handspiel über die Rückpassregel bis zum Verhalten beim Elfmeter.

📊 Das Wichtigste in Kürze
  • Handspiel ist nur im eigenen Strafraum erlaubt – außerhalb gelten für den Torwart die Regeln eines Feldspielers.
  • Neu seit 2025/26: maximal 8 Sekunden Ballkontrolle in der Hand, sonst Eckball (vorher 6 Sekunden, indirekter Freistoß).
  • Der Schiedsrichter zählt die letzten 5 Sekunden mit erhobener Hand sichtbar herunter.
  • Rückpassregel: Bei absichtlichem Fußpass oder Einwurf eines Mitspielers darf der Keeper den Ball nicht aufnehmen.
  • Beim Elfmeter muss mindestens ein Teil eines Fußes auf oder in Höhe der Torlinie bleiben.

Was darf der Torwart – und was nicht?

Die Torwartregeln unterscheiden den Mann im Tor klar von allen Feldspielern. Sein größtes Privileg: Er darf den Ball mit Händen und Armen spielen. Dieses Recht gilt aber ausschließlich innerhalb des eigenen Strafraums. Sobald der Torwart diesen Bereich verlässt, ist er ein ganz normaler Feldspieler – ein Handspiel draußen wird genauso bestraft wie bei jedem anderen. Auch äußerlich hebt er sich ab: Er trägt eine andere Trikotfarbe als seine Mitspieler und der Gegner, damit Schiedsrichter und Mitspieler ihn jederzeit eindeutig erkennen.

Welche Torwartregeln gelten für das Handspiel?

Innerhalb seines Strafraums darf der Torwart den Ball fangen, fausten, ablegen und wieder aufnehmen – mit einer wichtigen Einschränkung: Hat er den Ball einmal kontrolliert losgelassen und wieder ins Spiel gebracht, darf er ihn nicht erneut in die Hand nehmen, bevor ihn ein anderer Spieler berührt hat. Klar erlaubt ist das Zupacken dagegen bei einem direkten Schuss des Gegners, bei Abprallern von Pfosten oder Mitspielern und bei Hereingaben aus dem Spiel heraus. Wie das Handspiel bei Feldspielern bewertet wird, liest du in unserem Beitrag zu den aktuellen Handspiel-Regeln.

Was besagt die Rückpassregel?

Die Rückpassregel gibt es seit 1992, und sie ist bis heute eine der wichtigsten Torwartregeln. Spielt ein Mitspieler den Ball absichtlich mit dem Fuß zum Torwart oder wirft ihm den Ball per Einwurf direkt zu, darf der Keeper ihn nicht mit der Hand aufnehmen. Tut er es trotzdem, gibt es einen indirekten Freistoß. Entscheidend ist die Absicht: Berührt der Ball nur zufällig den Fuß eines Mitspielers, liegt kein Vergehen vor. Erlaubt bleibt außerdem das Aufnehmen, wenn der Ball mit Kopf, Brust oder Knie zugespielt wurde. Wertet der Schiedsrichter eine solche Aktion allerdings als bewusste Umgehung – etwa wenn ein Verteidiger den Ball gezielt zum eigenen Kopf hochlupft –, kann er das als unsportliches Verhalten mit Gelb ahnden.

Die neue 8-Sekunden-Regel: Was hat sich 2025/26 geändert?

Das ist die größte Änderung der letzten Jahre. Früher sollte der Torwart den Ball nicht länger als sechs Sekunden halten – verstieß er dagegen, gab es theoretisch einen indirekten Freistoß. In der Praxis wurde das fast nie gepfiffen. Zur Saison 2025/26 hat das Regelgremium IFAB die Vorgabe deshalb verschärft und gleichzeitig praktikabler gemacht:

  • Der Torwart darf den Ball jetzt maximal acht Sekunden kontrolliert in der Hand halten.
  • Der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden mit erhobener Hand sichtbar herunter.
  • Hält der Keeper länger fest, gibt es einen Eckball für den Gegner – nicht mehr einen indirekten Freistoß.
  • Beim ersten Vergehen folgt nur der Eckball, bei Wiederholung kommen Verwarnung und dann Gelbe Karte dazu.
  • Bedrängt ein Gegner den Torwart, sodass dieser nicht abspielen kann, gibt es umgekehrt einen Freistoß für das Torwart-Team.

Wichtig dabei: Ein Torwart, der den Ball mit Hand oder Arm kontrolliert, darf vom Gegner nicht attackiert werden. Den genauen Wortlaut findest du in den offiziellen Spielregeln der IFAB. Die Neuregelung soll Zeitspiel verhindern und das Spiel flüssiger machen. Erste Auswirkungen lassen sich bereits in der Bundesliga beobachten.

Wie muss sich der Torwart beim Elfmeter verhalten?

Beim Strafstoß steht der Torwart unter besonderer Beobachtung. Er muss im Moment des Schusses mit mindestens einem Teil eines Fußes auf oder in einer Linie mit der Torlinie stehen – er darf sich also nicht vorzeitig nach vorne lösen. Verlässt er die Linie zu früh und hält oder pariert den Ball, wird der Elfmeter wiederholt. Anders als oft angenommen müssen also nicht beide Füße auf der Linie stehen. Bei Videoeinsatz überwacht der VAR ein mögliches Vorrücken. Erlaubt – und taktisch klug – ist dagegen alles, was den Schützen über Körpersprache und Stellungsspiel verunsichert.

Abstoß und Abschlag: Was ist erlaubt?

Ein Abstoß wird gegeben, wenn der Ball die Torlinie überquert hat und zuletzt von einem Gegner berührt wurde. Seit 2019 ist der Ball beim Abstoß sofort im Spiel, sobald er gespielt wird und sich bewegt – er muss den Strafraum nicht mehr verlassen. Dadurch kann der Torwart kurz zu einem Mitspieler im eigenen Strafraum abspielen und das Spiel kontrolliert von hinten aufbauen. Beim Abschlag aus der Hand gilt dagegen die 8-Sekunden-Regel. Diese Tabelle fasst die wichtigsten Situationen zusammen:

SituationErlaubt?Sanktion bei Verstoß
Ball mit Hand im eigenen Strafraumja
Ball mit Hand außerhalb des StrafraumsneinFreistoß, ggf. Karte
Aufnahme nach absichtlichem Fußpass des Mitspielersneinindirekter Freistoß
Ball länger als 8 Sekunden in der HandneinEckball
Linie beim Elfmeter zu früh verlassenneinWiederholung
⚽ FNW-Einordnung

Die Rolle des Torwarts hat sich enorm gewandelt – vom reinen Linienkleber zum ersten Aufbauspieler. Die neue 8-Sekunden-Regel passt genau in diese Entwicklung: Sie zwingt zu schnellem Abspiel und belohnt Teams, die sauber von hinten herausspielen, statt Zeit zu schinden. Dass die Strafe nun ein Eckball statt eines selten gepfiffenen Freistoßes ist, macht die Regel zum ersten Mal wirklich wirksam. Für Fans heißt das: Das ewige Auf-dem-Ball-Liegen dürfte bald der Vergangenheit angehören.

Häufige Fragen

Was darf der Torwart, was Feldspieler nicht?

Der Torwart darf als einziger Spieler den Ball mit Händen und Armen spielen – allerdings nur innerhalb des eigenen Strafraums. Verlässt er den Strafraum, gelten für ihn dieselben Regeln wie für jeden Feldspieler, ein Handspiel wird dann genauso geahndet. Zusätzlich trägt er eine andere Trikotfarbe als seine Mitspieler und der Gegner, damit er für alle klar erkennbar ist.

Gilt noch die 6-Sekunden-Regel?

Nein. Seit der Saison 2025/26 gilt eine 8-Sekunden-Regel. Der Torwart darf den Ball maximal acht Sekunden in den Händen halten, der Schiedsrichter zählt die letzten fünf Sekunden mit erhobener Hand sichtbar herunter. Hält der Keeper länger fest, gibt es einen Eckball für den Gegner – und nicht mehr wie früher einen indirekten Freistoß, der in der Praxis ohnehin kaum gepfiffen wurde.

Wann ist ein Rückpass zum Torwart verboten?

Spielt ein Mitspieler den Ball absichtlich mit dem Fuß zum Torwart oder per Einwurf direkt zu ihm, darf der Keeper den Ball nicht in die Hand nehmen. Tut er es doch, gibt es einen indirekten Freistoß. Erlaubt bleibt das Aufnehmen, wenn der Ball mit Kopf, Brust oder Knie zugespielt wurde – es sei denn, der Schiedsrichter wertet die Aktion als bewusste Umgehung der Regel.

Wie muss der Torwart beim Elfmeter stehen?

Der Torwart muss im Moment des Schusses mit mindestens einem Teil eines Fußes auf oder in einer Linie mit der Torlinie stehen. Er darf sich also nicht vorzeitig von der Linie lösen. Verstößt er dagegen und der Elfmeter wird gehalten oder verschossen, wird der Strafstoß wiederholt. Bei Videoeinsatz überwacht der VAR ein mögliches zu frühes Vorrücken.

Darf der Torwart den Ball außerhalb des Strafraums fangen?

Nein. Sobald der Torwart den eigenen Strafraum verlässt, gilt er als normaler Feldspieler. Ein Handspiel außerhalb des Strafraums wird genauso bestraft wie bei jedem anderen Spieler – je nach Situation mit einem Freistoß und gegebenenfalls einer Verwarnung oder sogar einem Platzverweis, etwa beim Verhindern einer klaren Torchance.

Was passiert, wenn der Torwart den Ball zu lange hält?

Hält der Torwart den Ball länger als acht Sekunden, gibt es einen Eckball für die gegnerische Mannschaft – auf der Seite, die seiner Position am nächsten liegt. Beim ersten Vergehen folgt nur der Eckball, bei wiederholtem Zeitspiel kommen eine Verwarnung und schließlich eine Gelbe Karte hinzu.

Fazit

Fazit: Die Torwartregeln sind klarer, als viele denken: Hand nur im eigenen Strafraum, kein Aufnehmen nach absichtlichem Fußpass, mindestens ein Fuß auf der Linie beim Elfmeter – und seit 2025/26 maximal acht Sekunden Ballhalten, sonst Eckball. Wer diese Punkte kennt, versteht fast jede Torwart-Entscheidung des Schiedsrichters. Mehr Regelwissen findest du in unserer Rubrik Fußballregeln, etwa zur Vorteilsregel. Den offiziellen Regeltext pflegt die DFB-Schiedsrichterordnung auf Basis der IFAB-Vorgaben.

Herausgeber: Maik Möhring Media · fussball-nachschlagewerk.de · mm@maik-moehring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Regelstand: Saison 2025/26 (IFAB).

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