Europameisterschaften

EM 2004 in Portugal: Griechenlands sensationeller Triumph

Die EM 2004 in Portugal wurde zum Märchen für Griechenland unter Otto Rehhagel. Erfahre alles über den Überraschungssieger, Deutschlands Abschneiden und die unvergesslichen Momente dieses Turniers.

EM 2004 in Portugal: Griechenlands sensationeller Triumph

Otto Rehhagel, der Architekt des griechischen Wunders.

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Die EM 2004 in Portugal schrieb Fußballgeschichte, als Griechenland unter Otto Rehhagel völlig überraschend den Titel holte – ein Märchen, das bis heute unvergessen ist und die Fußballwelt auf den Kopf stellte. Vom 12. Juni bis zum 4. Juli 2004 wurde die zwölfte Fußball-Europameisterschaft ausgetragen, die von taktischer Disziplin, dramatischen Momenten und einer der größten Sensationen in der Geschichte des Sports geprägt war. Selten zuvor hat ein Außenseiter das Turnier so dominiert und die vermeintlichen Favoriten reihenweise ausgeschaltet. Wir blicken zurück auf ein Turnier, das bewies, dass im Fußball alles möglich ist.

📊 Das Wichtigste in Kürze
  • Die EM 2004 fand vom 12. Juni bis 4. Juli 2004 in Portugal statt.
  • Griechenland gewann das Turnier sensationell mit einem 1:0 im Finale gegen Gastgeber Portugal.
  • Otto Rehhagel trainierte die griechische Mannschaft und führte sie zum Titel.
  • Deutschlands Nationalmannschaft schied bereits in der Gruppenphase aus.
  • Torschützenkönig des Turniers wurde Milan Baroš aus Tschechien mit 5 Treffern.
  • Das Finale wurde am 4. Juli 2004 im Estádio da Luz in Lissabon ausgetragen.
  • Griechenland besiegte im Turnierverlauf Favoriten wie Frankreich, Tschechien und Portugal.

Was war die EM 2004 in Portugal?

Die EM 2004 war die zwölfte Ausgabe der Fußball-Europameisterschaft, die vom 12. Juni bis zum 4. Juli 2004 in Portugal ausgetragen wurde. Als Gastgeberland bot Portugal moderne Stadien und eine begeisternde Atmosphäre für die 16 teilnehmenden Nationen. Das Turnier ist vor allem durch den unerwarteten Triumph der griechischen Nationalmannschaft in Erinnerung geblieben, die als krasser Außenseiter antrat und am Ende den Pokal in die Höhe stemmte. Portugal selbst erreichte unter seinem Trainer Luiz Felipe Scolari das Finale, musste sich dort aber dem griechischen Defensivbollwerk geschlagen geben. Es war ein Turnier, das von Beginn an für Überraschungen sorgte und viele vermeintliche Favoriten frühzeitig stolpern ließ.

Wie gelang Griechenland der sensationelle Triumph bei der EM 2004?

Der sensationelle Triumph Griechenlands bei der EM 2004 ist untrennbar mit dem Namen Otto Rehhagel verbunden. Der deutsche Trainer formte aus einer Mannschaft ohne große Einzelstars ein kollektiv starkes Team, das vor allem durch seine überragende defensive Organisation und eine eiskalte Effizienz im Abschluss bestach. Griechenland setzte auf ein kompaktes 4-4-2-System, das kaum Lücken bot und die Gegner frustrierte. Im Eröffnungsspiel besiegten sie bereits Gastgeber Portugal mit 2:1, was ein erstes Ausrufezeichen setzte. Nach der Gruppenphase, in der sie sich vor Spanien durchsetzten, folgten im Viertelfinale ein 1:0 gegen den damaligen Titelverteidiger Frankreich und im Halbfinale ein Golden Goal gegen das starke Tschechien. Das Finale war erneut ein Duell mit Portugal, das Griechenland dank eines Kopfballtores von Angelos Charisteas ebenfalls mit 1:0 gewann. Es war die Krönung einer taktischen Meisterleistung und eines unglaublichen Teamgeistes, der die gesamte Fußballwelt in Erstaunen versetzte und bis heute als eines der größten Märchen der Fußballgeschichte gilt.

Wie schnitt Deutschland bei der EM 2004 ab?

Deutschlands Nationalmannschaft, unter der Leitung von Teamchef Rudi Völler, erlebte bei der EM 2004 ein enttäuschendes Turnier und schied bereits in der Gruppenphase aus. Das Team, das in der Nationalmannschaften-Gruppe D auf die Niederlande, Lettland und Tschechien traf, konnte keines seiner Spiele gewinnen. Nach einem 1:1 gegen die Niederlande und einem torlosen 0:0 gegen Lettland, war das letzte Gruppenspiel gegen eine bereits für das Viertelfinale qualifizierte tschechische B-Elf entscheidend. Trotz einer frühen Führung durch Michael Ballack unterlag Deutschland mit 1:2, was das vorzeitige Aus besiegelte. Mit nur zwei Punkten und dem dritten Platz in der Gruppe war die Enttäuschung groß und führte zu einer intensiven Debatte über die Zukunft des deutschen Fußballs, die schließlich in der „Operation Neubeginn“ mündete. Der Kader der deutschen Mannschaft bei der EM 2004 umfasste unter anderem Jens Lehmann, Oliver Kahn, Philipp Lahm, Arne Friedrich, Michael Ballack, Dietmar Hamann, Bastian Schweinsteiger, Torsten Frings und Miroslav Klose.

Alle Ergebnisse und der Spielplan der EM 2004

Die EM 2004 bot von der Gruppenphase bis zum Finale spannende Partien und überraschende Wendungen. Der Spielplan begann mit der Gruppenphase, in der sich die 16 Teams in vier Gruppen (A, B, C, D) maßen. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten zogen ins Viertelfinale ein. Griechenland sorgte schon im Eröffnungsspiel für Furore, während Top-Nationen wie Deutschland frühzeitig die Segel streichen mussten. Die K.o.-Phase brachte dann weitere dramatische Entscheidungen, darunter das Golden Goal im Halbfinale. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse des Turniers:
PhaseDatumBegegnungErgebnisStadion
Gruppenphase (Eröffnungsspiel)12. Juni 2004Portugal vs. Griechenland1:2Estádio do Dragão, Porto
Gruppenphase15. Juni 2004Deutschland vs. Niederlande1:1Estádio do Dragão, Porto
Gruppenphase19. Juni 2004Lettland vs. Deutschland0:0Estádio do Bessa Século XXI, Porto
Gruppenphase23. Juni 2004Deutschland vs. Tschechien1:2Estádio José Alvalade, Lissabon
Viertelfinale24. Juni 2004Portugal vs. England2:2 n.V. (6:5 i.E.)Estádio da Luz, Lissabon
Viertelfinale25. Juni 2004Frankreich vs. Griechenland0:1Estádio José Alvalade, Lissabon
Viertelfinale26. Juni 2004Schweden vs. Niederlande0:0 n.V. (4:5 i.E.)Estádio de São Miguel, Faro
Viertelfinale27. Juni 2004Tschechien vs. Dänemark3:0Estádio do Dragão, Porto
Halbfinale30. Juni 2004Portugal vs. Niederlande2:1Estádio José Alvalade, Lissabon
Halbfinale01. Juli 2004Griechenland vs. Tschechien1:0 n.V. (Golden Goal)Estádio do Dragão, Porto
Finale04. Juli 2004Portugal vs. Griechenland0:1Estádio da Luz, Lissabon

Wer waren die Schlüsselspieler und der Torschützenkönig der EM 2004?

Obwohl Griechenland als Team überzeugte, gab es dennoch herausragende Individuen, die das Turnier prägten. Bei den Griechen selbst war Kapitän Theodoros Zagorakis eine zentrale Figur, der für seine unermüdliche Arbeit im Mittelfeld und seine Führungsqualitäten ausgezeichnet wurde. Er wurde folgerichtig zum Spieler des Turniers gekürt. Auch Abwehrchef Traianos Dellas und Torschütze Angelos Charisteas spielten entscheidende Rollen. Der Torschützenkönig der EM 2004 war jedoch Milan Baroš aus Tschechien, der mit fünf Treffern die Torjägerkanone gewann. Weitere prägende Spieler waren der junge Cristiano Ronaldo und Luís Figo bei Gastgeber Portugal, der Spielmacher Zinédine Zidane für Frankreich sowie die tschechischen Stars Pavel Nedvěd und Tomáš Rosický, die mit ihrem offensiven Spiel begeisterten, aber letztlich an der griechischen Defensive scheiterten.

Welche besonderen Momente prägten den Turnierverlauf?

Die EM 2004 war reich an besonderen Momenten, die über Griechenlands Triumph hinaus in Erinnerung blieben. Neben dem sensationellen Auftaktsieg der Griechen gegen Portugal und dem erneuten Finalsieg gegen denselben Gegner, gab es weitere denkwürdige Spiele. Das Viertelfinale zwischen Portugal und England, das im Elfmeterschießen entschieden wurde, war ein wahrer Krimi. Ricardo Carvalho, Portugals Torhüter, wurde dabei zum Helden. Auch das Ausscheiden des damaligen Welt- und Europameisters Frankreich im Viertelfinale gegen Griechenland war eine große Überraschung. Tschechien begeisterte mit seinem Offensivfußball und galt lange als Geheimfavorit, scheiterte aber unglücklich durch ein Golden Goal in der Verlängerung des Halbfinales an den Griechen. Diese Momente unterstrichen die Unvorhersehbarkeit und Dramatik, die den Fußball bei großen Fußballturniere & Wettbewerbe so einzigartig machen.

Was ist über den offiziellen Spielball der EM 2004 bekannt?

Der offizielle Spielball der EM 2004 war der „Roteiro“ von Adidas. Dieser Ball war revolutionär für seine Zeit und setzte neue Maßstäbe in Sachen Balltechnologie. Sein Name „Roteiro“ ist portugiesisch und bedeutet „Reiseroute“ oder „Fahrtenbuch“, eine Hommage an die portugiesischen Entdecker. Er war der erste Spielball, dessen Panels nicht genäht, sondern thermisch verklebt wurden. Dies führte zu einer noch runderen Form, verbesserter Wasserbeständigkeit und einer präziseren Flugbahn. Der Roteiro war in einem markanten Silber-Blau gehalten und wurde von den Spielern für seine Flugeigenschaften gelobt, auch wenn einige Torhüter die geringere Griffigkeit kritisierten. Sein Design und seine Innovationen machten ihn zu einem wichtigen Bestandteil der Turniergeschichte.
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Die EM 2004 bleibt ein Lehrstück dafür, dass im Fußball Leidenschaft, taktische Disziplin und ein unbedingter Glaube an die eigene Stärke über individuelle Klasse und Marktwert triumphieren können. Griechenlands Sieg war nicht nur ein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis akribischer Arbeit und einer perfekt auf den Gegner abgestimmten Konterspiel Taktik. Für die deutsche Nationalmannschaft markierte das frühe Ausscheiden einen Tiefpunkt, der jedoch als Katalysator für die erfolgreiche Neuausrichtung diente, die in den folgenden Jahren Früchte tragen sollte. Das Turnier in Portugal hat gezeigt, dass der Fußball immer wieder für Überraschungen gut ist und die Geschichten der Außenseiter oft die nachhaltigsten Eindrücke hinterlassen.

Häufige Fragen

Wer gewann die EM 2004?

Die EM 2004 wurde sensationell von der griechischen Nationalmannschaft gewonnen. Unter der Führung des deutschen Trainers Otto Rehhagel besiegte Griechenland im Finale den Gastgeber Portugal mit 1:0. Dies war der erste und bislang einzige große internationale Titel für die griechische Fußballnationalmannschaft und gilt als eine der größten Überraschungen in der Geschichte der Europameisterschaften.

Warum war Griechenlands Sieg bei der EM 2004 so besonders?

Griechenlands Sieg war besonders, weil die Mannschaft als krasser Außenseiter ins Turnier ging und keine großen Stars in ihren Reihen hatte. Sie setzten auf eine extrem disziplinierte Defensive, Teamgeist und taktische Cleverness, um favorisierte Teams wie Frankreich, Tschechien und zweimal Portugal zu besiegen. Ihr Triumph stellte die gängige Annahme infrage, dass nur Mannschaften mit überragenden Einzelspielern große Turniere gewinnen können.

Welche Rolle spielte Otto Rehhagel für Griechenland?

Otto Rehhagel spielte eine entscheidende Rolle als Trainer der griechischen Nationalmannschaft. Er formte aus talentierten, aber undisziplinierten Spielern eine taktisch hervorragend organisierte Einheit. Rehhagel implementierte ein striktes Defensivkonzept und stärkte den Zusammenhalt im Team. Seine Fähigkeit, die Mannschaft zu motivieren und ihre Stärken optimal einzusetzen, war der Schlüssel zum historischen Erfolg.

Wie weit kam Deutschland bei der EM 2004?

Die deutsche Nationalmannschaft schied bei der EM 2004 bereits in der Gruppenphase aus. In einer Gruppe mit den Niederlanden, Lettland und Tschechien erreichte Deutschland mit zwei Unentschieden (gegen die Niederlande und Lettland) und einer Niederlage (gegen Tschechien) nur zwei Punkte. Dies reichte nicht für das Weiterkommen, und die Mannschaft belegte den dritten Platz in ihrer Gruppe.

Wer war der Torschützenkönig der EM 2004?

Der Torschützenkönig der EM 2004 war Milan Baroš aus Tschechien. Der Stürmer erzielte im Verlauf des Turniers fünf Tore und trug maßgeblich dazu bei, dass die tschechische Mannschaft bis ins Halbfinale vorstieß. Baroš setzte sich damit gegen namhafte Konkurrenten durch und wurde für seine Treffsicherheit ausgezeichnet.

Fazit

Fazit: Die EM 2004 in Portugal bleibt als das Turnier der Überraschungen und des griechischen Wunders in Erinnerung. Otto Rehhagel und sein Team bewiesen, dass mit Leidenschaft, Disziplin und einem klaren taktischen Plan auch gegen scheinbar übermächtige Gegner der größte Erfolg möglich ist. Dieses Turnier hat die Fußballwelt nachhaltig beeindruckt und gezeigt, dass der Sport immer wieder für unvergessliche Geschichten gut ist. Der Erfolg Griechenlands ist bis heute ein Symbol für den Triumph des Underdogs.

Herausgeber: Maik Möhring Media · fussball-nachschlagewerk.de · mm@maik-moehring.ch

Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.

Quellen & weiterführende Informationen: UEFA · weltfussball.de

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