Die RTL Group hat die Übernahme von Sky Deutschland zum 1. Juni 2026 offiziell abgeschlossen. Der Deal war ursprünglich mit einer Basiszahlung von 150 Millionen Euro angekündigt worden – am Ende zahlte RTL wegen Anpassungen beim Nettoumlaufvermögen nur 68 Millionen Euro. Für Fußball-Fans ist vor allem eines wichtig: Die Bundesliga bleibt der zentrale Schauplatz des neuen Medienkonzerns, mit spürbaren Änderungen bei Free-TV-Übertragungen und Streaming-Paketen.
- Die EU-Kommission gab die Übernahme am 22. April 2026 ohne Auflagen frei, der Vollzug (Closing) erfolgte am 1. Juni 2026.
- Der Kaufpreis: 68 Millionen Euro Basiszahlung statt der ursprünglich kommunizierten 150 Millionen Euro, plus eine Earn-out-Komponente von bis zu 377 Millionen Euro, sofern der RTL-Aktienkurs innerhalb von fünf Jahren die Marke von 36,26 Euro übersteigt.
- Rund 12,3 Millionen zahlende Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol gehen an RTL über.
- RTL rechnet mit jährlichen Synergien von 250 Millionen Euro binnen drei Jahren nach dem Closing, überwiegend durch Kosteneinsparungen.
- Bundesliga: RTL darf künftig bis zu 10 Spiele pro Saison im Free-TV zeigen, das DFB-Pokal-Streaming läuft mit 63 Live-Spielen auf RTL+ (davon 7 im Free-TV).
Der Deal im Detail: Vom 150-Millionen-Euro-Coup zum 68-Millionen-Euro-Closing
Als RTL und Sky Deutschland den Zusammenschluss erstmals ankündigten, war von einer Basiszahlung in Höhe von 150 Millionen Euro die Rede. Bis zum tatsächlichen Vollzug der Transaktion reduzierte sich dieser Betrag auf 68 Millionen Euro – bargeld- und schuldenfrei. Grund dafür waren Anpassungen beim Nettoumlaufvermögen und weiteren schuldenähnlichen Positionen, wie sie bei Unternehmensübernahmen zwischen Signing und Closing üblich sind.
Zusätzlich zur Basiszahlung vereinbarten beide Seiten eine Earn-out-Klausel: Bis zu 377 Millionen Euro fließen an die bisherigen Sky-Eigentümer, sollte die RTL-Aktie innerhalb der kommenden fünf Jahre nachhaltig über 36,26 Euro steigen. Die Europäische Kommission prüfte den Zusammenschluss kartellrechtlich und gab ihn am 22. April 2026 ohne Auflagen frei. Rund fünf Wochen später, am 1. Juni 2026, war die Übernahme vollzogen.
Mit dem Closing gingen rund 12,3 Millionen zahlende Abonnentinnen und Abonnenten in der DACH-Region sowie Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol an RTL über. Der Konzern erwartet, dass sich die Zusammenlegung von RTL+, Sky und WOW binnen drei Jahren in jährlichen Synergien von rund 250 Millionen Euro niederschlägt – vor allem durch Kosteneinsparungen, etwa bei Technik, Vertrieb und Verwaltung.
Neue Führung: Schmitter übernimmt, mehrere Sky-Manager rücken auf
Mit dem Zusammenschluss stellte RTL Deutschland auch die Führungsspitze neu auf. Die Doppelspitze aus RTL- und Sky-Managern soll die Integration beider Unternehmen absichern.
| Name | Position | Herkunft / Start |
|---|---|---|
| Stephan Schmitter (51) | Chief Executive Officer | RTL, angekündigt seit Juni 2025 |
| Julia Kloke (46) | Chief Financial Officer | Start 1. Mai 2026 |
| Elke Walthelm (49) | Chief Human Resources Officer | Von Sky Deutschland (zuvor COO), Start 1. Juni 2026 |
| Michael Radelsberger (42) | Chief Consumer Officer | Von Sky Deutschland / Sky Austria, Start 1. Juni 2026 |
Ingrid Heisserer, zuvor CFO und CHRO bei RTL Deutschland, sowie Carsten Schwecke, bisheriger Geschäftsführer für Vermarktung, IT, Data und Technik, verließen das Unternehmen im Zuge des Umbaus auf eigenen Wunsch.
Was ändert sich für Fußball-Fans?
Der für viele Zuschauer entscheidende Punkt des Zusammenschlusses betrifft die Bundesliga-Übertragung. RTL darf künftig bis zu fünf Partien pro Saisonhälfte – also zehn Spiele pro Saison – kostenlos im Free-TV zeigen. Den Auftakt machte am 29. August 2026, dem ersten Spieltag der Saison 2026/27, die Partie RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach.
Die 2. Bundesliga bleibt vollständig bei Sky, RTL/NITRO zeigt weiterhin samstagabends zusammenfassende Highlights. Beim DFB-Pokal wandert das Streaming-Angebot zu RTL+: 63 Partien sind dort live zu sehen, sieben davon zusätzlich kostenlos im Free-TV. Die Europa League und die Conference League sollen künftig über Sky verfügbar sein – RTL selbst hält die Übertragungsrechte an beiden Wettbewerben nur noch bis 2027. Eine gemeinsame Streaming-App, die Bundesliga, DFB-Pokal und internationale Wettbewerbe unter einem Dach bündelt, ist für die laufende Saison nicht geplant; ein erstes gemeinsames RTL+/WOW-Bundle soll noch 2026 starten, die vollständige Integration von RTL+ in das Sky-Angebot ist für 2027 vorgesehen.
Neue Pakete und Preise zum Bundesliga-Start
Passend zum Saisonstart 2026/27 hat Sky seine Sportpakete neu zugeschnitten. Nach zwölf Monaten Laufzeit wandeln sich die Abos automatisch in monatlich kündbare Tarife um – mit einem Aufschlag von 5 Euro bei Einzelpaketen beziehungsweise 10 Euro bei kombinierten Fiction-und-Sport-Paketen.
| Paket | Inhalt | Preis (12-Monats-Abo) |
|---|---|---|
| Freitag/Samstag + 2. Bundesliga | Freitags- und Samstagsspiele, komplette 2. Bundesliga | 24,99 €/Monat |
| Kompletter Live-Sport | Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League, Europa League, NFL, Formel 1, MotoGP | 29,99 €/Monat |
| Film & Serie | Sky-Inhalte plus Netflix Standard und Paramount+ Basic | 19,99 €/Monat |
| Das Beste von Sky | Filme, Serien und Live-Sport kombiniert | 39,99 €/Monat |
| Alles von Sky | Komplettpaket inkl. Netflix, Paramount+, UHD, Kids und Multiscreen | 49,99 €/Monat |
Häufige Fragen
Bleibt die Bundesliga bei Sky?
Ja. Sky überträgt weiterhin den Großteil der Bundesliga-Spiele. Neu ist, dass RTL im Rahmen des Zusammenschlusses bis zu zehn Partien pro Saison zusätzlich kostenlos im Free-TV zeigen darf – darunter das Eröffnungsspiel RB Leipzig gegen Borussia Mönchengladbach am 29. August 2026.
Warum fiel der Kaufpreis niedriger aus als ursprünglich angekündigt?
Der Basispreis sank von 150 auf 68 Millionen Euro durch Anpassungen beim Nettoumlaufvermögen und weiteren schuldenähnlichen Posten zwischen Vertragsunterzeichnung und Vollzug – ein bei Firmenübernahmen üblicher Mechanismus. Zusätzlich bleibt eine Earn-out-Zahlung von bis zu 377 Millionen Euro möglich, abhängig von der Entwicklung des RTL-Aktienkurses über die kommenden fünf Jahre.
Wo läuft der DFB-Pokal künftig?
Live-Streaming auf RTL+ mit 63 Partien pro Saison, davon sieben zusätzlich kostenlos im Free-TV.
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
Quellen & weiterführende Informationen: bertelsmann.com, fernsehserien.de, digitalfernsehen.de, sky.de
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