Seit 1960 wurde die Fußball-EM in 17 Endrunden ausgetragen – die meisten EM-Gastgeberländer stellten Frankreich und Italien mit je drei Ausrichtungen. Von Frankreich 1960 über die paneuropäische EM 2020 bis zu Großbritannien und Irland 2028 hat sich das Gastgeber-Konzept stark gewandelt. Hier bekommst du die komplette Liste aller EM-Gastgeberländer von 1960 bis 2032 – mit Jahr, Ausrichter und Sieger in einer Tabelle.
- Erste EM 1960 in Frankreich, Sieger war die Sowjetunion.
- Häufigste Gastgeber: Frankreich (1960, 1984, 2016) und Italien (1968, 1980, 2032).
- Erste Mehrländer-EM: 2000 in Belgien und den Niederlanden.
- 2020 (gespielt 2021): paneuropäisch in elf Ländern zum 60-jährigen Jubiläum.
- EM 2024 in Deutschland – Sieger und Rekord-Europameister wurde Spanien (4. Titel).
- EM 2028: Großbritannien und Irland (24 Teams). EM 2032: Italien und die Türkei.
Alle EM-Gastgeberländer von 1960 bis 2032 in der Übersicht
Diese Tabelle listet jede EM-Endrunde mit Gastgeberland (oder -ländern) und Sieger – von der Premiere 1960 bis zu den bereits vergebenen Turnieren 2028 und 2032:
| Jahr | Gastgeber | Sieger |
|---|---|---|
| 1960 | Frankreich | Sowjetunion |
| 1964 | Spanien | Spanien |
| 1968 | Italien | Italien |
| 1972 | Belgien | BR Deutschland |
| 1976 | Jugoslawien | Tschechoslowakei |
| 1980 | Italien | BR Deutschland |
| 1984 | Frankreich | Frankreich |
| 1988 | BR Deutschland | Niederlande |
| 1992 | Schweden | Dänemark |
| 1996 | England | Deutschland |
| 2000 | Belgien & Niederlande | Frankreich |
| 2004 | Portugal | Griechenland |
| 2008 | Österreich & Schweiz | Spanien |
| 2012 | Polen & Ukraine | Spanien |
| 2016 | Frankreich | Portugal |
| 2020 | 11 Länder (paneuropäisch) | Italien |
| 2024 | Deutschland | Spanien |
| 2028 | England, Schottland, Wales, Nordirland & Irland | offen |
| 2032 | Italien & Türkei | offen |
Eine ähnliche Übersicht für die Weltmeisterschaft findest du in unserer Liste aller WM-Gastgeber von Uruguay bis Katar.
Welches Land war am häufigsten EM-Gastgeber?
An der Spitze stehen Frankreich und Italien mit je drei Ausrichtungen. Frankreich war 1960, 1984 und 2016 Gastgeber, Italien 1968, 1980 und – gemeinsam mit der Türkei – 2032. Dahinter folgen mehrere Länder mit zwei Turnieren:
| Land | EM-Ausrichtungen | Jahre |
|---|---|---|
| Frankreich | 3 | 1960, 1984, 2016 |
| Italien | 3 | 1968, 1980, 2032 |
| Belgien | 2 | 1972, 2000 |
| Deutschland | 2 | 1988, 2024 |
*als Co-Gastgeber. England kommt hinzu, wenn man die Teil-Ausrichtungen mitzählt: 1996 allein, dazu Spiele bei der EM 2020 und 2028. Alle Beiträge rund ums Turnier sammeln wir in der Rubrik Europameisterschaften.
Einzelgastgeber oder mehrere Länder: Wie hat sich das Konzept verändert?
Lange richtete ein einzelnes Land die EM aus. Das änderte sich im Jahr 2000, als Belgien und die Niederlande als erste EM-Gastgeberländer gemeinsam ausrichteten. Es folgten Österreich und die Schweiz (2008) sowie Polen und die Ukraine (2012). Den radikalsten Schritt machte die EM 2020: Zum 60-jährigen Jubiläum wurde sie über elf Länder verteilt gespielt – darunter Aserbaidschan, Dänemark, England, Deutschland, Italien, die Niederlande, Rumänien, Schottland, Spanien, Ungarn und Russland. Pandemiebedingt fand das Turnier erst 2021 statt, das Finale stieg in Wembley. Auch 2028 (fünf Verbände) und 2032 (zwei Länder) sind Mehrländer-Turniere.
Hat ein Gastgeber jemals die EM gewonnen?
Ja, dreimal triumphierte der Gastgeber im eigenen Land. Spanien gewann 1964 als erstes Gastgeberland den Titel, Italien folgte 1968, Frankreich 1984. Seitdem gelang das keinem Ausrichter mehr: Zuletzt war Deutschland 2024 Gastgeber, der Titel ging aber an Spanien, das sich damit zum Rekord-Europameister mit vier Titeln krönte. Wie eng Heimvorteil und Titel früher zusammenhingen, zeigt unser Beitrag zur EM 1964 in Spanien.
EM 2028: Großbritannien und Irland als Gastgeber
Die EM 2028 richten fünf Verbände gemeinsam aus: England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland. Gespielt wird mit 24 Teams in 51 Spielen, das Finale steigt im Londoner Wembley-Stadion, das Eröffnungsspiel in Cardiff. Eine Änderung gab es bei den Spielorten: Nordirland verlor seine Austragung, weil der geplante Neubau des Casement Park in Belfast an gestiegenen Kosten von über 400 Millionen Pfund scheiterte. Damit bleiben neun Stadien in vier Ländern. Die Türkei hatte ihre Bewerbung für 2028 zurückgezogen, um sich auf 2032 zu konzentrieren.
EM 2032: Italien und die Türkei
Die EM 2032 vergibt die UEFA an Italien und die Türkei – ein gemeinsames Konzept zweier Länder, die ursprünglich getrennt geboten hatten. Für die Türkei ist es die erste EM-Endrunde überhaupt, für Italien nach 1968 und 1980 die dritte volle Ausrichtung. Auch 2032 wird mit 24 Mannschaften gespielt; je fünf Stadien stellen die beiden Gastgeber. Damit setzt sich der Trend zu länderübergreifenden EM-Gastgeberländern fort, der seit 2000 das Turnier prägt.
Auffällig ist der klare Trend weg vom klassischen Einzelgastgeber: Seit 2000 wurde in sechs von neun Turnieren in mehreren Ländern gespielt. Das verteilt Kosten und Risiko, kostet aber etwas von der kompakten Turnier-Atmosphäre früherer Jahre. Mehr zur Entwicklung der Spielstätten findest du in unserem Überblick zu den EM-Stadien und in der Geschichte der Europameisterschaft.
Häufige Fragen
Welche Länder haben die EM bisher ausgerichtet?
Seit 1960 waren unter anderem Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Jugoslawien, Schweden, England, Portugal, Österreich, die Schweiz, Polen, die Ukraine und Deutschland EM-Gastgeberländer. 2020 wurde das Turnier paneuropäisch in elf Ländern gespielt. Kommende Ausrichter sind Großbritannien und Irland (2028) sowie Italien und die Türkei (2032). Die vollständige Liste mit Jahr und Sieger findest du in der Tabelle oben.
Welches Land war am häufigsten EM-Gastgeber?
Frankreich und Italien führen mit je drei Ausrichtungen. Frankreich war 1960, 1984 und 2016 Gastgeber, Italien 1968, 1980 und – gemeinsam mit der Türkei – 2032. Mehrere Länder wie Belgien und Deutschland kommen auf zwei Turniere. Rechnet man Teil-Ausrichtungen wie bei der paneuropäischen EM 2020 mit, reiht sich auch England weit vorne ein.
Hat ein Gastgeber schon einmal die EM gewonnen?
Ja, dreimal: Spanien 1964, Italien 1968 und Frankreich 1984 gewannen jeweils im eigenen Land. Seither schaffte es kein Ausrichter mehr. Bei der EM 2024 in Deutschland ging der Titel an Spanien, das damit zum alleinigen Rekord-Europameister mit vier Titeln wurde.
Wer richtet die EM 2028 und 2032 aus?
Die EM 2028 tragen Großbritannien und Irland gemeinsam aus – konkret die Verbände von England, Schottland, Wales, Nordirland und Irland. Nordirland verlor allerdings seine Spielstätte, weil der Casement Park in Belfast nicht rechtzeitig fertig wird. Die EM 2032 richten Italien und die Türkei aus. Beide Turniere werden mit 24 Mannschaften gespielt.
Wann war die erste Europameisterschaft und wer gewann sie?
Die erste EM fand 1960 in Frankreich statt und hieß damals noch Europapokal der Nationen. Nur vier Teams spielten die Endrunde aus. Im Finale setzte sich die Sowjetunion mit 2:1 nach Verlängerung gegen Jugoslawien durch. Damit war die Sowjetunion der erste Europameister der Geschichte – Gastgeber Frankreich wurde Vierter.
Fazit
Fazit: Die EM-Gastgeberländer erzählen die Entwicklung des Turniers vom Vier-Team-Wettbewerb 1960 zum 24er-Feld von heute. Frankreich und Italien richteten am häufigsten aus, der Gastgeber gewann zuletzt 1984 selbst, und mit Großbritannien/Irland 2028 sowie Italien/Türkei 2032 setzt sich der Trend zu Mehrländer-Turnieren fort.
Herausgeber: Maik Möhring Media · fussball-nachschlagewerk.de · mm@maik-moehring.ch · Quellen: UEFA, Fußball-Europameisterschaft (Übersicht).
Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft.
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