Die ARD und das ZDF haben die Übertragungsplanung für die WM 2026 bekannt gegeben. Demnach werden die Vorrundenspiele der türkischen Nationalmannschaft nicht im Free-TV zu sehen sein. Dies gab das ZDF auf Nachfrage bekannt, nachdem die Verteilung der Spiele Ende vergangenen Jahres erfolgte.

Kurz & Knapp: ARD und ZDF erwarben die Übertragungsrechte für 60 Spiele der WM 2026. Die Telekom überträgt 44 Begegnungen exklusiv, darunter die Vorrundenspiele der türkischen Nationalmannschaft. Quelle: transfermarkt.de
Das Wichtigste in Kürze
- Wettbewerb: WM 2026
- Land: Deutschland
- Anzahl der Spiele mit Übertragungsrechten für ARD und ZDF: 60
- Anzahl der Spiele, die exklusiv von der Telekom übertragen werden: 44
- Anzahl der Spiele, die MagentaTV live überträgt: 104
Im Detail
ARD und ZDF haben für die WM 2026 als Sublizenznehmer der Telekom Übertragungsrechte für 60 Spiele erworben. Die Telekom überträgt 44 Begegnungen exklusiv, darunter die Vorrundenspiele der türkischen Nationalmannschaft. Die Verteilung der Vorrundenspiele erfolgte bereits Ende letzten Jahres zwischen den Vertragspartnern. Zu diesem Zeitpunkt war die Türkei noch nicht für die WM qualifiziert, wie ZDF-Sportchef Yorck Polus betonte. Er drückt der Türkei die Daumen für die K.o.-Phase, da Spiele mit türkischer Beteiligung Emotionen und Leidenschaft garantieren. Trotzdem sind für die Vorrundenspiele der Türkei Audio-Vollreportagen und umfangreiche Highlight-Angebote in der ARD Mediathek geplant.
„Ich drücke der Türkei fest die Daumen und hoffe, dass sie in die K.o.-Phase kommen, weil wir beim ZDF natürlich auch riesiges Interesse daran haben, Spiele mit türkischer Beteiligung zu übertragen. Da sind viele Emotionen und Leidenschaft garantiert – also alles, was wir beim Fußball haben möchten.“
Einordnung
Die Diskussion um die Übertragungsrechte der WM 2026 und insbesondere die Vorrundenspiele der Türkei im Free-TV beleuchtet eine seit Jahren wachsende Problematik im internationalen Fußball. Immer mehr Spiele wandern ins Pay-TV, was für die öffentlich-rechtlichen Sender wie ARD und ZDF die Auswahl der Partien zu einer Gratwanderung macht. Yorck Polus, Sportchef des ZDF, verdeutlicht die ökonomische Logik hinter den Entscheidungen: Spiele mit hohem Zuschauerinteresse und günstigen Anstoßzeiten werden priorisiert. Die Konstellation, dass die Türkei zum Zeitpunkt der Rechtevergabe noch nicht qualifiziert war, erschwerte die Planung zusätzlich.
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Fazit

Die Übertragungsplanung für die WM 2026 zeigt, dass ARD und ZDF als Sublizenznehmer der Telekom 60 Spiele erworben haben. Die Telekom überträgt 44 Begegnungen exklusiv, darunter die Vorrundenspiele der türkischen Nationalmannschaft. Die Verteilung der Spiele erfolgte bereits Ende letzten Jahres, als die Qualifikation der Türkei noch nicht feststand.

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