Die Wurzeln der Anlage im Karlsruher Hardtwald reichen bis in die 1920er Jahre zurück. Der FC Phönix Karlsruhe hatte 1921 von der Stadt ein Gelände im Wildpark gepachtet und legte dort bis 1923 mit freiwilligen Helfern eine Sportanlage mit drei Fußballplätzen, zwei Tennisplätzen, einer 400-Meter-Laufbahn sowie Wurf- und Sprunganlagen an. Nach der Fusion von FC Phönix und VfB Mühlburg zum Karlsruher Sport-Club im Jahr 1952 entstand an derselben Stelle ein deutlich größeres Stadion. Erste Veranstaltung war ein internationales Leichtathletikfest am 17. Juli 1955, die offizielle Übergabe an die Öffentlichkeit erfolgte am 7. August 1955 durch Oberbürgermeister Günther Klotz. Das Eröffnungsspiel der neuen Anlage bestritt der KSC gegen Rot-Weiss Essen und trennte sich 2:2 vor rund 45.000 bis 50.000 Zuschauern. Das Wildparkstadion fasste in seiner ursprünglichen Form etwa 50.000 bis 55.000 Besucher und war über Jahrzehnte eine der größten Fußball- und Leichtathletikarenen im Südwesten Deutschlands, bevor es rund sechs Jahrzehnte später einem kompletten Neubau wich.
Das Stadion der 1950er Jahre war als klassische Kampfbahn angelegt, mit einer Laufbahn rund um das Spielfeld und Rängen, die Fußball und Leichtathletik gleichermaßen dienten. Prägend für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war die 1991 bis 1993 neu errichtete Haupttribüne mit 6.400 Sitzplätzen und 24 Logen, verantwortet von den Architekten Thomas Großmann und Lucy Hillebrand mit dem Farbkonzept von Fritz Fuchs; für ihren Bau wurden rund 1.200 Tonnen Stahl verarbeitet. Der ab 2018 errichtete kommplette Neubau an gleicher Stelle stammt vom Architekturbüro AGN Niederberghaus & Partner und wurde als reines Fußballstadion ohne Laufbahn konzipiert. Kennzeichnend ist ein durchgehender, einrangiger Zuschauerring mit steilem Anstieg dicht am Spielfeld und einem weit auskragenden Dach, wodurch das neue Wildparkstadion als größtes Einrang-Stadion Deutschlands gilt. Die kompakte Bauweise sorgt für kurze Sichtachsen und eine besonders intensive Stadionatmosphäre, die von Fans und Fachpresse gleichermaßen gelobt wurde.
Über die Jahrzehnte wurde die Anlage immer wieder technisch modernisiert: 1957 erhielt sie ihre erste Flutlichtanlage, 1978 folgte eine neue Beleuchtung mit vier rund 54 Meter hohen Stahlrohrmasten, nachdem der DFB für Fernsehübertragungen höhere Lichtstärken verlangt hatte; im selben Zug wurde auch die Leichtathletikanlage erneuert. 1986 kam eine damals als modernste Videoleinwand Europas geltende Anzeigetafel hinzu, in den frühen 1990er Jahren wurde die Haupttribüne komplett neu gebaut. 2007 erhielt der Rasen eine Rasenheizung, wodurch Teile der Laufbahn zurückgebaut wurden. Ab 2006 gab es erste Pläne für einen Umbau zu einem reinen Fußballstadion mit 35.000 bis 40.000 überdachten Plätzen, die der Gemeinderat 2007 grundsätzlich billigte, deren Umsetzung sich aber wegen Finanzierungsfragen und eines Streits um Entschädigungsansprüche aus einem älteren Architektenvertrag über Jahre verzögerte. 2014 verwarf die Stadt den Umbau zugunsten eines kompletten Neubaus, den der Gemeinderat am 19. Juli 2016 bei laufendem Spielbetrieb beschloss. Der Neubau erfolgte in mehreren Bauabschnitten: Ab November 2018 wurden Nord- und später Südtribüne abgerissen und durch provisorische Ränge ersetzt, im August 2019 begann der Abriss der Gegengerade, am 9. Dezember 2019 erfolgte der Spatenstich für den Neubau von Gegengerade und Osttribüne. Die neue Osttribüne stand im September 2020 bereit, die Südtribüne Mitte 2021, die Nordtribüne im September 2022, und die neue Haupttribüne (Westtribüne) wurde schließlich in der Saison 2023/24 fertiggestellt.
Von seiner Eröffnung 1955 bis zum Sommer 2021 trug die Anlage durchgehend den Namen Wildparkstadion, benannt nach ihrer Lage im Karlsruher Hardt- beziehungsweise Wildpark. Zur Saison 2021/22 sicherte sich die Karlsruher BBBank die Namensrechte, seither firmiert die Arena offiziell als BBBank Wildpark, der Vertrag läuft nach bisherigen Angaben bis 2026. In der öffentlichen Wahrnehmung und im Sprachgebrauch der Fans hat sich der traditionelle Name Wildparkstadion parallel zum neuen Sponsorennamen bis heute gehalten.
Mit ursprünglich rund 55.000 Plätzen zählte das alte Wildparkstadion zu den größeren Stadien Westdeutschlands der Nachkriegszeit; der offizielle Zuschauerrekord der Bundesliga-Ära wird mit 33.600 Besuchern beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 2. Mai 1998 angegeben. Der neue Bau gilt als das größte Einrang-Stadion Deutschlands und bietet 34.302 Plätze, davon 21.977 Sitz- und 12.325 Stehplätze. Beim ersten großen Test nach dem Umbau, dem Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool am 19. Juli 2023, kamen über 34.000 Zuschauer, nahezu restlos ausverkauft. Im März 2024 belegte das neue Wildparkstadion beim von der Fachseite StadiumDB.com vergebenen Titel „Stadium of the Year 2023“ mit 21.218 Punkten den zweiten Platz, knapp hinter der Arena MRV in Belo Horizonte.
Das Wildparkstadion war Schauplatz mehrerer Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft, darunter die Partie gegen Ungarn am 16. November 1955. 1956 fand hier das DFB-Pokalfinale statt, das der KSC mit 3:1 gegen den Hamburger SV gewann. Am 1. August 1978 wurde im Wildparkstadion das Weltpokal-Finale zwischen Boca Juniors und Borussia Mönchengladbach ausgetragen (3:0 für Boca), da der eigentlich vorgesehene Austragungsort ausfiel; 1990 war das Stadion Schauplatz des DFB-Supercups zwischen Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern. Internationale Bekanntheit erlangte der KSC im UEFA-Cup: Am 2. November 1993 gelang im Wildparkstadion das „Wunder vom Wildpark“ mit einem 7:0-Sieg gegen den FC Valencia nach einer 0:1-Hinspielniederlage, zuvor hatte der KSC bereits Girondins Bordeaux mit dem jungen Zinédine Zidane bezwungen; 1996 folgte ein 3:0 gegen AS Rom. Als bitteres Kapitel gilt der 2. Mai 1998, als der KSC zwar mit 4:2 gegen den VfB Stuttgart gewann, aber dennoch aus der Bundesliga abstieg. Dramatisch verlief die Relegation um den Bundesliga-Verbleib am 1. Juni 2015, als der Hamburger SV nach einem umstrittenen Handspiel und Ausgleich in der Nachspielzeit in der Verlängerung 2:1 gewann und die Klasse hielt.
Bis in die 1960er Jahre diente das Wildparkstadion regelmäßig auch als Leichtathletikstadion mit internationalen Sportfesten; größere Leichtathletikveranstaltungen fanden nach 1968 aber kaum mehr statt, und mit dem Einbau der Rasenheizung 2007 sowie dem endgültigen Rückbau der Laufbahnen im Zuge des Neubaus 2018 bis 2023 verschwand diese Nutzung ganz. Über Jahrzehnte war die Anlage zugleich eine bedeutende Konzertbühne im Südwesten Deutschlands: Zwischen den 1970er- und den 2000er-Jahren traten dort unter anderem Santana, Chicago, Udo Lindenberg, Thin Lizzy, Supertramp, Joe Cocker, Ozzy Osbourne, AC/DC, Tina Turner, Dire Straits, Guns N’ Roses, Bryan Adams und Herbert Grönemeyer auf, ergänzt durch Festivals wie das Karlsruhe Rockfestival 1977 oder Monsters of Rock 1984. Nach dem Einbau der Rasenheizung 2007 wurden Großkonzerte auf dem Rasen aus Rücksicht auf die empfindliche Heiztechnik eingestellt.
Seit der schrittweisen Fertigstellung zwischen 2020 und 2023 präsentiert sich die Anlage als reines, modernes Fußballstadion mit 34.302 Plätzen, das offiziell BBBank Wildpark heißt und als größtes Einrang-Stadion Deutschlands gilt. Es ist die Heimspielstätte des Karlsruher SC, aktuell in der 2. Bundesliga, und wurde von Fachleuten für seine kompakte, atmosphärische Bauweise ausgezeichnet – 2024 mit dem zweiten Platz beim internationalen „Stadium of the Year“-Ranking von StadiumDB.com. Die Endkosten des Neubaus beliefen sich auf rund 166 Millionen Euro, deutlich mehr als ursprünglich veranschlagt. Das Gelände im Hardtwald umfasst neben dem Stadion weiterhin einen Rasenplatz, mehrere Trainingsplätze, eine Sporthalle und eine Tennisanlage und bleibt damit das sportliche Zentrum des KSC im Karlsruher Wildpark.