Der Umzug von Borussia Mönchengladbach in ein neues Stadion wurde Ende der 1990er-Jahre unumgänglich, da das traditionsreiche Bökelbergstadion mit seinen rund 34.500 Plätzen, darunter nur 8.722 überdachten Sitzplätzen, weder den Sicherheits- noch den Komfortstandards eines modernen Bundesliga-Stadions genügte und städtebaulich kaum erweiterbar war. Als Standort für den Neubau wählte man ein Areal im Mönchengladbacher Westen, auf dem zuvor eine Kaserne der britischen Rheinarmee gelegen hatte, was eine weitgehend unbelastete und gut erschließbare Fläche für die Anlage bot.
Der symbolische erste Spatenstich erfolgte am 15. März 2002. Die eigentlichen Bauarbeiten übernahm der Baukonzern Hochtief, der ab dem 13. November 2002 mit der Errichtung des Stadions begann. Durch den Einsatz vorgefertigter Stahlbauteile für die Tribünen- und Dachkonstruktion konnte der Rohbau in nur rund achtzehn Monaten fertiggestellt werden.
Die Einweihung fand am 30. Juli 2004 mit einem Eröffnungsturnier statt, an dem neben Borussia Mönchengladbach auch der FC Bayern München und die AS Monaco teilnahmen. Die reinen Baukosten des Stadions belaufen sich auf rund 86,9 Millionen Euro. Finanziert wurde der Bau über einen Mix aus eigenen Vereinsmitteln in Höhe von 7,65 Millionen Euro, einem Konsortialdarlehen mehrerer Banken über 43,45 Millionen Euro sowie einem Darlehen der Stadt Mönchengladbach über 35,8 Millionen Euro. Das Konsortialdarlehen wurde von der Borussia am 31. Juli 2017 vollständig zurückgezahlt; im gleichen Jahr erfolgte eine Anschlussfinanzierung über zwei neue Bankdarlehen mit einem Gesamtvolumen von 48 Millionen Euro, deren Tilgung bis in das Jahr 2029 angelegt ist.
Entworfen wurde das Stadion vom Düsseldorfer Büro Planungsgruppe B, Architekten BDA Stadtplaner, in Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmer Hochtief und dem für die Tragwerksplanung verantwortlichen Ingenieurbüro Siebert & Möller aus Krefeld. Die Anlage misst in ihren Außenabmessungen etwa 260 mal 270 Meter. Bewusst gewählt wurde eine vergleichsweise schlichte, an britische Fußballstadien erinnernde Formensprache mit auskragendem Dach ohne innenliegende Stützen, die freie Sichtlinien von jedem Platz auf das Spielfeld ermöglicht und auf eine Laufbahn verzichtet.
Das rund 24.000 Quadratmeter große Dach besteht aus 32 vorgefertigten Stahlbauelementen; Hohlprofile bilden dabei acht Fachwerkspfetten pro Dachfeld mit Spannweiten von bis zu 21 Metern, getragen von bis zu 40 Meter hohen Stahlpylonen. Eine durchgehende, lichtdurchlässige Streifenverglasung aus Makrolon-Polycarbonat sorgt dafür, dass genügend Sonnenlicht auf den Rasen fällt, um diesen dauerhaft als natürlichen Spielbelag zu erhalten. Die Dachabdichtung wurde mehrschichtig aus Trapezblech, einer rund 13 Millimeter starken Mineralfaser-Trennlage und einer mechanisch befestigten PVC-Dachbahn ausgeführt.
Für nationale Spiele bietet das Stadion Platz für 54.042 Zuschauer, davon 37.897 überdachte Sitzplätze und 16.145 überdachte Stehplätze, die sich überwiegend im Unterrang der Nordkurve konzentrieren. Bei internationalen Partien, für die nach UEFA-Vorgaben keine Stehplätze zugelassen sind, werden die Stehbereiche in Sitzplätze umgewandelt, wodurch sich die Kapazität auf 46.311 reduziert; würde zusätzlich auch die Südtribüne im Gästebereich zu Stehplätzen umgerüstet, wäre theoretisch eine Kapazität von bis zu 59.749 Plätzen möglich. Das Stadion ist als UEFA-Stadion der Kategorie 4 eingestuft.
Zur Ausstattung zählen 45 Logen mit insgesamt 684 Plätzen sowie 2.064 Business-Seats, ferner barrierefreie Bereiche mit Rollstuhlplätzen samt Begleitpersonen, 76 weiteren Plätzen für Menschen mit Behinderung und 194 Pressesitzplätzen. Auf der Westseite erstreckt sich ein rund 120 Meter langes und 24 Meter hohes Multifunktionsgebäude über fünf Ebenen mit insgesamt etwa 18.500 Quadratmetern Fläche, das unter anderem eine rund 250 Quadratmeter große Sportsbar beherbergt. Im Sommer 2015 wurden zudem neue HD-Videowände im 16:9-Format mit einer Gesamtfläche von rund 84 Quadratmetern sowie eine neue Beschallungsanlage installiert.
Nach der reinen Fußballnutzung in den ersten Betriebsjahren folgten mehrere technische Aufwertungen: 2015 erhielt das Stadion neue, größere HD-Videowände und eine modernisierte Tonanlage. Zwischen 2017 und der Eröffnung am 13. Februar 2019 entstand mit einem Investitionsvolumen von 31 Millionen Euro das siebengeschossige Gebäude „Borussia-8-Grad“ direkt am Stadion, das ein Hotel der H-Hotels-Gruppe mit 131 Zimmern, das Vereinsmuseum, einen Fan- und Megastore, medizinische Praxisräume, ein Reha-Zentrum sowie zusätzliche Büroflächen unter einem Dach vereint.
Parallel zur baulichen Erweiterung wurde 2017 auch die Finanzierung des Stadions neu geordnet: Das ursprüngliche Konsortialdarlehen wurde vollständig getilgt und durch zwei neue Bankdarlehen mit einem Gesamtvolumen von 48 Millionen Euro ersetzt, deren Rückzahlung bis 2029 vorgesehen ist.
2025 begannen an der Westtribüne die ersten größeren baulichen Modernisierungsarbeiten seit rund zwei Jahrzehnten, äußerlich erkennbar an Gerüstarbeiten. Sie stehen im Zusammenhang mit der im Sommer 2025 geschlossenen Nachhaltigkeitspartnerschaft mit dem Energiedienstleister ista, die technische Modernisierungen an der Gebäude- und Energietechnik des Stadions vorsieht.
Seit seiner Eröffnung im Jahr 2004 trug das Stadion durchgängig den schlichten, unkommerziellen Namen „Stadion im Borussia-Park“ – ohne Namenssponsor blieb es damit über zwei Jahrzehnte lang eine der wenigen großen Bundesliga-Arenen ohne kommerzielle Namensrechte, was von vielen Fans als bewusstes Traditionsmerkmal des Vereins wahrgenommen wurde.
Im Sommer 2025 schloss Borussia Mönchengladbach eine umfassende Nachhaltigkeitspartnerschaft mit dem international tätigen Energiedienstleister ista. Im Zuge dieser Partnerschaft gab der Verein bekannt, erstmals in seiner Geschichte die Namensrechte am Stadion zu vergeben: Ab der Saison 2026/27 firmiert die Spielstätte als „ista-Borussia-Park“. Die Partnerschaft ist auf mindestens bis 2031 angelegt. Vereinsgeschäftsführer Dr. Stefan Stegemann begründete den Schritt mit dem Nachhaltigkeitsgedanken und dem Mehrwert innovativer Gebäudetechnik für das Stadion; ista-Geschäftsführer Hagen Lessing betonte gemeinsame Werte wie Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein beider Partner. In der Fanszene löste der erstmalige Verkauf der Namensrechte teils kritische Reaktionen aus, da der sponsorfreie Name über zwanzig Jahre lang als Markenzeichen des Standorts gegolten hatte.
Das Stadion im Borussia-Park bietet bei nationalen Spielen Platz für 54.042 Zuschauer, davon 16.145 auf Stehplätzen, während bei internationalen Partien wegen der dann vorgeschriebenen Sitzplatzpflicht nur 46.311 Zuschauer zugelassen sind; eine theoretische Vollausbaustufe mit zusätzlichen Stehplätzen im Gästebereich würde bis zu 59.749 Plätze ermöglichen.
Bei der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011, für die der Borussia-Park einer der Spielorte war, wurden bemerkenswerte Zuschauerzahlen erreicht: Zur Partie Brasilien gegen Australien am 29. Juni 2011 kamen 27.258 Zuschauer, zum Gruppenspiel Frankreich gegen Deutschland am 5. Juli 2011 sogar 45.867, und auch das Halbfinale Frankreich gegen die USA am 13. Juli 2011 war mit 25.676 Zuschauern gut besucht.
In der Saison 2023/24 stellte der Verein einen neuen Zuschauerrekord auf: Erstmals überschritt die Gesamtzuschauerzahl über eine Saison die Marke von 900.000, der Schnitt lag bei 53.101 Zuschauern pro Heimspiel und übertraf damit den bisherigen Rekord von 52.438 aus der Saison 2022/23 um rund 700 Zuschauer im Schnitt. In einer 2017 veröffentlichten Auswertung der europaweit meistbesuchten Fußballstadien belegte der Borussia-Park Platz 13 und lag damit zwischen den Stadien des FC Liverpool und des Hamburger SV; die durchschnittliche Auslastung des Stadions liegt bei rund 95 Prozent.
Eröffnet wurde das Stadion am 30. Juli 2004 mit einem Turnier, an dem neben Borussia Mönchengladbach auch der FC Bayern München und die AS Monaco teilnahmen; das erste Pflichtspiel im neuen Stadion folgte am 14. August 2004 in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund.
Bei der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 war der Borussia-Park einer der neun Spielorte des Turniers und trug zwei Gruppenspiele sowie ein Halbfinale aus – darunter die stark besuchte Partie Frankreich gegen Deutschland am 5. Juli 2011.
Über mehrere Spielzeiten hinweg war der Borussia-Park zudem Schauplatz zahlreicher internationaler Vereinswettbewerbe: Borussia Mönchengladbach trug hier unter anderem Qualifikationsspiele zur UEFA Champions League 2012/13, mehrere Runden der UEFA Europa League zwischen 2012 und 2020 sowie Gruppenspiele der Champions League 2015/16 und 2016/17 aus. Ein Champions-League-Viertelfinale der Saison 2020/21 gegen Manchester City musste wegen der pandemiebedingten Einreisebeschränkungen für britische Reisende in die ungarische Puskás Aréna nach Budapest verlegt werden.
Am 11. Mai 2022 fand im Borussia-Park zudem ein Benefizspiel der Borussia gegen die ukrainische Nationalmannschaft statt, das 20.223 Zuschauer sahen; der Erlös kam Hilfsprojekten für die vom russischen Angriffskrieg betroffene Ukraine zugute. Trotz seiner Größe wurde der Borussia-Park weder als Spielort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 noch der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland ausgewählt.
Anders als manche größere Bundesliga-Arenen wird der Borussia-Park nur in begrenztem Umfang als Konzert- und Eventlocation genutzt. Zu den größeren Musikveranstaltungen, die direkt im Stadion stattfanden, zählen ein Auftritt von Didi Hallervorden im Jahr 2006, ein Konzert von Herbert Grönemeyer 2008, ein Auftritt von Bruce Springsteen 2013 sowie ein Konzert von Pink am 22. Juli 2024.
Darüber hinaus diente das Stadion als Austragungsort des Vorbereitungsturniers Telekom Cup, so unter anderem am 20. und 21. Juli 2013 sowie am 15. Juli 2017. Bis 2014 fand im zweijährigen Rhythmus außerdem ein Musikfest der NATO im Rahmen militärischer Veranstaltungen im Stadion statt.
Den Großteil größerer Konzertveranstaltungen in Mönchengladbach übernimmt inzwischen der benachbarte Hockeypark, sodass der eigentliche Borussia-Park heute überwiegend dem Fußballbetrieb vorbehalten bleibt.
Der Borussia-Park ist bis heute die alleinige Heimspielstätte von Borussia Mönchengladbach und bietet 54.042 Plätze bei nationalen sowie 46.311 Plätze bei internationalen Spielen. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von rund 95 Prozent und einem Zuschauerschnitt von zuletzt über 53.000 pro Heimspiel zählt es weiterhin zu den bestbesuchten Stadien Europas.
Ab der Saison 2026/27 firmiert die Anlage erstmals in ihrer Geschichte unter einem Sponsorennamen als „ista-Borussia-Park“ – Ergebnis einer im Sommer 2025 geschlossenen, auf mindestens 2031 angelegten Nachhaltigkeitspartnerschaft mit dem Energiedienstleister ista, in deren Rahmen auch die Gebäude- und Energietechnik des Stadions modernisiert werden soll.
Finanziell ist das Stadion seit der vollständigen Tilgung des ursprünglichen Konsortialdarlehens 2017 und dessen Anschlussfinanzierung solide aufgestellt. Mit dem 2019 fertiggestellten Gebäude „Borussia-8-Grad“ verfügt der Standort zudem über ein eigenes Hotel, ein Vereinsmuseum sowie medizinische und Reha-Einrichtungen direkt am Stadion. Seit 2025 laufende Modernisierungsarbeiten an der Westtribüne zeigen, dass der Verein auch mehr als zwanzig Jahre nach der Eröffnung weiter in die Infrastruktur des Stadions investiert.