Stadion der Freundschaft

Cottbus  •  22.528 Plätze
Stadt
Cottbus
Adresse
Am Eliaspark 1
Kapazität
22.528 Plätze
Rasenart
Naturrasen
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Heimverein
Energie Cottbus
2. Bundesliga
Die Geschichte des Stadions

Baugeschichte & Eröffnung

Das heutige LEAG Energie Stadion wurde zwischen 1925 und 1930 als „Städtisches Stadion Cottbus" errichtet und im Frühjahr 1930 eingeweiht; die sportliche Einweihung folgte im September 1930, nachdem im August desselben Jahres bereits neue Umkleidegebäude fertiggestellt worden waren. Mit einer Kapazität von rund 15.000 Plätzen zählte es in den 1930er Jahren zu den größeren Fußballanlagen der Region Cottbus. In der Zeit der DDR entwickelte sich das Stadion zur zentralen Sportstätte der Stadt und erhielt 1950 den bis 2023 gültigen Namen „Stadion der Freundschaft".

Architektur

Nach mehreren Ausbaustufen verfügt das Stadion heute über eine Kapazität von 22.528 Plätzen, davon 10.949 überdachte Sitzplätze, 7.795 überdachte Stehplätze sowie 3.630 unüberdachte Stehplätze; barrierefreie Bereiche bieten rund 154 Rollstuhlplätze. Die Ostkurve wurde in der Saison 2003/04 zweigeschossig mit 2.760 Sitzplätzen im Oberrang und 4.500 Stehplätzen im komplett überdachten Unterrang ausgebaut. In der Saison 2007/08 entstand die neue Nordkurve als 8.000 Plätze fassende Stahlrohrtribüne, wodurch die Gesamtkapazität zeitweise auf 22.746 Plätze anstieg, bevor der Umbau der Südtribüne in der Saison 2008/09 die Kapazität auf den heute gültigen Wert von 22.528 reduzierte.

Umbauten & Modernisierungen

Bereits zu DDR-Zeiten wurde die Anlage mehrfach erweitert: Zwischen 1983 und 1985 entstanden aus den Stehtraversen neue, größere Ränge mit einer Kapazität von rund 18.000 Plätzen, im August 1988 ging eine neue Haupttribüne in Betrieb. Nach der Wende und dem Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde die Infrastruktur modernisiert: Am 15. April 1997 wurde eine neue Flutlichtanlage mit 1.800 Lux eingeweiht, im April 1998 kam eine Videoanzeigetafel in der Südkurve hinzu, außerdem wurden Zäune erneuert, Traversen befestigt und ein Teleskoptunnel sowie eine Videoüberwachung installiert.

Der bislang letzte grundlegende Ausbau erfolgte in den Spielzeiten 2003/04 (neue Ostkurve), 2007/08 (neue Nordkurve) und 2008/09 (Umbau der Südtribüne). Zum 1. Juli 2011 erwarb der FC Energie Cottbus das Stadion für rund 1,95 Millionen Euro von der Stadt und wurde damit selbst zum Eigentümer seiner Spielstätte.

Namensgeschichte

Von 1950 bis Dezember 2023 trug die Cottbuser Fußballarena durchgängig den Namen „Stadion der Freundschaft" – ein für die DDR-Zeit typischer, auf die sozialistische Völkerfreundschaft verweisender Name, unter dem die Anlage zuvor als „Städtisches Stadion Cottbus" (1930 bis 1950) bekannt gewesen war. Seit Dezember 2023 heißt das Stadion aus Vermarktungsgründen offiziell „LEAG Energie Stadion", benannt nach dem Lausitzer Energiekonzern LEAG, der die Namensrechte im Rahmen eines Sponsoringvertrags bis 2026 übernommen hat. In der Fanszene und im allgemeinen Sprachgebrauch ist der traditionelle Name „Stadion der Freundschaft" bis heute weit verbreitet.

Zuschauerrekord & Kapazität

Im August 1989 fand im damaligen Stadion der Freundschaft mit dem DFV-Supercup-Finale zwischen BFC Dynamo und Dynamo Dresden (4:1) eine der bestbesuchten Partien der Stadiongeschichte statt, zu der über 22.000 Zuschauer kamen – nahe der damaligen Kapazitätsgrenze der Anlage.

Bedeutende Spiele & Ereignisse

Als zentrale Sportstätte der Bezirksstadt Cottbus war das Stadion mehrfach Austragungsort von Länderspielen der DDR-Nationalmannschaft, so am 21. April 1976 beim 5:0 gegen Algerien und am 21. September 1988 beim 1:2 gegen Polen. Nach der Wende und dem Aufstieg des FC Energie Cottbus in die Bundesliga (2000 bis 2003 sowie erneut 2006 bis 2009) empfing der Verein hier regelmäßig Spitzenclubs der höchsten deutschen Spielklasse; als besonders bedeutsam gilt die Partie vom 15. März 2008 gegen den FC Bayern München, die Cottbus mit 2:0 gewann und die als erstes ausverkauftes Spiel nach dem Umbau der Nordkurve in die Vereinsgeschichte einging. Am 21. September 2013 war das Stadion zudem Schauplatz eines Länderspiels der deutschen Frauennationalmannschaft, die Russland vor 10.031 Zuschauern mit 9:0 bezwang.

Sonstige Nutzung

Über den Ligabetrieb hinaus wird die Anlage auch für kulturelle Großveranstaltungen genutzt; im August 2023 etwa gastierte im Rahmen der Reihe „Cottbus goes Hollywood" ein philharmonisches Orchesterkonzert im Stadion. Der FC Energie Cottbus selbst bietet in seinem LEAG Energie Stadion neben dem Vereinsmuseum auch Stadionführungen sowie besondere Nutzungsformen wie Hochzeitsfeiern und Escape-Game-Erlebnisse in den Katakomben und Funktionsräumen der Arena an.

Das Stadion heute

Nach dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga zur Saison 2026/27 ist das LEAG Energie Stadion mit einer Kapazität von 22.528 Plätzen wieder Schauplatz des Zweitliga-Fußballs in der Lausitz. Der FC Energie Cottbus ist seit 2011 Eigentümer der Anlage, die je nach Auflagen im Spielbetrieb tatsächlich mit rund 20.000 bis 20.600 Plätzen genutzt wird, und betreibt sie neben dem sportlichen Betrieb auch als kulturellen und musealen Anziehungspunkt der Stadt Cottbus.

Recherchiert: 09.09.2026
Zuletzt aktualisiert: 21.09.2026 05:16 Uhr