Das Konya Büyükşehir Belediye Stadyumu entstand als Ersatz für das seit den frühen 1950er-Jahren genutzte, in die Jahre gekommene Konya Atatürk Stadyumu und war Teil der landesweiten türkischen Welle neuer, UEFA-tauglicher Fußballarenen im Vorfeld der 2010er-Jahre. Der erste Spatenstich erfolgte am 17. Oktober 2012, die Bauarbeiten zogen sich über die Jahre 2012 bis 2014 hin.
Als Architekt zeichnete Bahadır Kul verantwortlich, ausführendes Bauunternehmen war Sarıdağlar İnşaat. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde das Stadion am 13. September 2014 eröffnet und löste damit das alte Atatürk-Stadion als Heimspielstätte von Konyaspor ab.
Das Stadion liegt im Konyaer Stadtteil Selçuklu, im Bereich Sille/Parsana an der Kaletaş Caddesi, und bietet in seiner all-seated und vollständig überdachten Bauweise Platz für rund 41.600 bis 42.000 Zuschauer, verteilt auch auf 55 Business- beziehungsweise VIP-Logen. Die Anlage erfüllt die Anforderungen der UEFA für internationale Wettbewerbsspiele.
Gestalterisch nimmt das Stadion Bezug auf zwei für Konya zentrale Motive: Die Dachform wurde als Anspielung auf den Drehtanz der Mevlevi-Derwische sowie auf den Ruf Konyas als „Fahrradstadt“ konzipiert und ist einem speichenradartigen Muster nachempfunden. Eine teiltransparente Fassadenverkleidung ermöglicht zudem Licht- und Lasershows sowie Bildprojektionen auf die Stadionaußenhülle. Ergänzt wird das Konzept durch Nachhaltigkeitsmerkmale wie integrierten Sonnenschutz, eine Grauwasser-Recyclinganlage, die den Trinkwasserverbrauch um mehr als die Hälfte reduzieren soll, Solarpaneele sowie ein Blockheizkraftwerk (Kraft-Wärme-Kopplung), das den Wirkungsgrad der Energieversorgung von rund 60 auf bis zu 95 Prozent steigern soll.
Größere bauliche Umbauten oder Erweiterungen des Stadions seit seiner Eröffnung 2014 sind in den ausgewerteten Quellen nicht dokumentiert; die Anlage entspricht im Wesentlichen weiterhin ihrem ursprünglichen Baukonzept aus den Jahren 2012 bis 2014.
Eine Veränderung betraf jedoch die kommerzielle Vermarktung: Seit September 2020 tritt das Stadion im Rahmen eines mehrjährigen Sponsoringvertrags unter einem zusätzlichen, kommerziellen Namenszusatz auf, wie im Abschnitt zur Namensgeschichte näher ausgeführt wird.
Der offizielle Name der Anlage, Konya Büyükşehir Belediye Stadyumu (deutsch etwa: Stadion der Großstadtgemeinde Konya), verweist auf die Trägerschaft durch die Stadtverwaltung von Konya, die als Bauherrin und Betreiberin auftritt. Ein Vorgängername oder eine frühere Umbenennung der Anlage selbst ist nicht überliefert, da es sich um einen Neubau und nicht um ein umbenanntes Bestandsstadion handelt.
Seit dem 17. September 2020 ist das Stadion zusätzlich Gegenstand eines auf drei Jahre angelegten Namenssponsorings und tritt seither im kommerziellen Sprachgebrauch, etwa auf Ticketing-Plattformen, auch als „Medaş Konya Büyükşehir Stadyumu“ auf, benannt nach dem regionalen Energieversorgungsunternehmen Meram Elektrik Dağıtım (Medaş).
Der offiziell dokumentierte Zuschauerrekord des Stadions liegt bei 41.007 Besuchern und wurde am 6. September 2015 bei einem Qualifikationsspiel der türkischen Nationalmannschaft gegen die Niederlande im Rahmen der Ausscheidung zur Fußball-Europameisterschaft 2016 aufgestellt – nur knapp unterhalb der offiziellen Gesamtkapazität von rund 41.600 Plätzen.
Damit zählt diese Partie zu den bestbesuchten Länderspielen, die im Stadion je ausgetragen wurden, und unterstreicht die Bedeutung der Arena als eine der größten und modernsten Fußballstätten Zentralanatoliens.
Neben seiner Funktion als reguläre Heimspielstätte von Konyaspor in der Süper Lig war das Stadion wiederholt Austragungsort von Länderspielen der türkischen Nationalmannschaft, darunter die bereits erwähnte, besucherstärkste Partie gegen die Niederlande am 6. September 2015 im Rahmen der EM-2016-Qualifikation.
Zu den herausragenden Vereinsspielen zählt das türkische Supercup-Finale (Türkiye Süper Kupası) vom 5. August 2018 zwischen dem Ligameister Galatasaray und dem Pokalsieger Akhisarspor, das nach einem 1:1 nach Verlängerung im Elfmeterschießen mit 5:4 an Akhisarspor ging; rund 27.000 Zuschauer verfolgten die Partie, bei der zudem in der Türkei erstmals der Video-Schiedsrichter-Assistent (VAR) zum Einsatz kam.
Durch die teiltransparente, projektionsfähige Fassade ist das Stadion baulich auch für Licht- und Lasershows sowie großflächige Bildprojektionen ausgelegt, die über den reinen Spielbetrieb hinaus als visuelles Element der Anlage konzipiert wurden.
Über diese in der Architektur verankerte Nutzung hinaus sind in den ausgewerteten Quellen keine regelmäßigen non-sportlichen Großveranstaltungen wie Konzerte im Stadion belegt; der Schwerpunkt der Nutzung liegt auf Vereins- und Nationalmannschaftsfußball.
Seit seiner Eröffnung im September 2014 ist das Konya Büyükşehir Belediye Stadyumu ununterbrochen die Heimspielstätte von Konyaspor, der auch in der Saison 2025/26 in der Süper Lig antritt. Zugleich dient die Arena regelmäßig als Austragungsort für Partien der türkischen Nationalmannschaft und für Spiele mit besonderem nationalem Interesse wie das Supercup-Finale von 2018.
Seit 2020 ist das Stadion zudem im Rahmen des Namenssponsorings kommerziell auch als Medaş Konya Büyükşehir Stadyumu bekannt und gilt mit einer Kapazität von rund 41.600 bis 42.000 Plätzen weiterhin als eines der größten und architektonisch markantesten Fußballstadien der Türkei.