Bevor der SC Paderborn 07 in seine heutige Heimspielstätte umzog, trug er seine Heimspiele im Hermann-Löns-Stadion im Stadtteil Schloß Neuhaus aus, das 1957 eröffnet worden war und zuletzt eine Kapazität von bis zu 12.000 (offiziell 11.723) Plätzen bot. Für den Profifußball war die Anlage schon lange nicht mehr geeignet und konnte nur noch mit Sondergenehmigungen des DFB bespielt werden, sodass ein Neubau unumgänglich wurde. Bereits am 17. Januar 2001 entwickelte der Verein konkrete Vorschläge für einen Stadionneubau; am 11. Mai 2003 beschloss der städtische Sportausschuss das Ende des Hermann-Löns-Stadions als Spielstätte, und am 16. April 2004 sprach sich die Stadt für einen Neubau an der Almeaue/Hoppenhof aus.
Der erste Spatenstich erfolgte am 12. Juli 2005 durch Bürgermeister Heinz Paus und Landrat Manfred Müller; geplant war eine Bauzeit von lediglich sechs Monaten. Das Projekt geriet jedoch in erhebliche Schwierigkeiten: Am 16. November 2005 entzog das Oberverwaltungsgericht wegen Klagen von Anwohnern die Baugenehmigung, sodass die Arbeiten für rund zwei Jahre ruhten. Erst am 26. November 2007 konnten die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Kurz darauf, am 14. Januar 2008, stellte die ausführende Bremer AG die Arbeiten wegen ausstehender Zahlungen der Stadt in Höhe von rund 2 Millionen Euro erneut ein; nach Begleichung der Summe ging es am 11. Februar 2008 weiter. Am 5. März 2008 inspizierte eine Delegation von DFL und DFB die im Bau befindliche Arena, am 30. Juni 2008 wurde das fertige Stadion an den SC Paderborn übergeben.
Ursprünglich waren Baukosten von rund 9 Millionen Euro veranschlagt worden, tatsächlich verdoppelten sich die Kosten mehr als – nach anderen Angaben summierten sich Stadionbau (rund 15 Millionen Euro) und Infrastrukturmaßnahmen (rund 10 Millionen Euro) auf insgesamt etwa 25 Millionen Euro. Eröffnet wurde die neue Arena mit zwei Freundschaftsspielen: am 16. Juli 2008 gegen Galatasaray Istanbul (1:1) und schließlich am 20. Juli 2008 mit der offiziellen Eröffnung gegen Borussia Dortmund, die mit 1:2 verloren ging – das Stadion war bis auf einige VIP-Plätze mit 15.000 Zuschauern ausverkauft.
Die Home Deluxe Arena misst rund 115 Meter in der Breite und 156 Meter in der Länge und wurde von Beginn an als reines Fußballstadion ohne Leichtathletikbahn geplant, da moderne Profiklubs kompakte, spielfeldnahe Tribünen bevorzugen. Sämtliche Ränge sind vollständig überdacht, was den Zuschauern auch bei schlechtem Wetter Schutz bietet. Das Spielfeld verfügt über eine Rasenheizung und eine Beregnungsanlage; der Naturrasen wird nach Bundesliga-Standards gepflegt, zuletzt wurde 2019/20 für rund 90.000 Euro ein neuer Rasen verlegt.
Durch die Fertigbauweise sollte ursprünglich eine kurze Bauzeit ermöglicht werden; die spätere, angepasste Baugenehmigung sah unter anderem einen direkten Anschluss an die Bundesstraße 1, zusätzliche Parkplätze und eine veränderte Dachneigung vor. Aus Rücksicht auf die umliegende Wohnbebauung bestehen strenge Lärmschutzauflagen: Veranstaltungen sind nach 22 Uhr untersagt, und Spiele am Freitag- oder Montagabend müssen spätestens um 20 Uhr beginnen.
Von der Eröffnung 2008 bis 2020 bot die Arena eine Kapazität von 15.000 Plätzen, aufgeteilt in 5.800 Sitz- und 9.200 Stehplätze, darunter 765 VIP-Plätze. Ab Februar 2020 wurde die Anlage in zwei Phasen umgebaut: Phase 1 an der Westtribüne begann am 17. Februar 2020, kostete rund 1,5 Millionen Euro und sah ein zusätzliches Geschoss am Funktionsgebäude sowie eine Aufstockung der VIP-Plätze um 300 auf 1.065 vor. Der Verein stellte im Februar 2020 klar, dass es sich entgegen ursprünglicher Berichte nicht um eine Kapazitätserweiterung, sondern um einen Umbau handelte: Um die für die Lizenz erforderlichen 8.000 Sitzplätze zu erreichen, wurden bestehende Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt.
Phase 2, die ab Mai/Juni 2020 folgen sollte, betraf die übrigen Tribünen und sah eine Erhöhung der Sitzplatzzahl auf rund 8.600 bei einer Reduzierung der Stehplätze auf etwa 7.000 vor, sodass die Gesamtkapazität bei rund 15.000 bis 15.600 Plätzen blieb. Die Gesamtkosten beider Umbauphasen wurden mit rund 4 Millionen Euro veranschlagt, der Abschluss war ursprünglich für 2021 geplant. Im Ergebnis blieb die Gesamtkapazität der Arena mit rund 15.000 Plätzen nach den Umbauten nahezu unverändert, während sich das Verhältnis von Sitz- zu Stehplätzen deutlich zugunsten der Sitzplätze verschob.
Seit ihrer Eröffnung 2008 hat die Paderborner Arena mehrfach den Namen gewechselt. Zunächst hieß sie von 2008 bis 2009 paragon arena, benannt nach ihrem ersten Namenssponsor. Ab dem 26. Juni 2009 firmierte die Anlage bis 2012 als Energieteam Arena. Zum 1. Juli 2012 übernahm die Benteler International AG aus Salzburg die Namensrechte, sodass das Stadion bis 2022 als Benteler-Arena bekannt war. Seit 2022 trägt die Arena den Namen Home Deluxe Arena, benannt nach der Lübbecker Einzelhandelskette Home Deluxe; der Sponsoringvertrag läuft bis in das Jahr 2032.
Die Home Deluxe Arena bietet nach den Umbauten eine Kapazität von rund 15.000 Plätzen, mit dem Zielbild von 8.000 Sitz- und rund 7.000 Stehplätzen. Bereits im ersten Jahr nach der Eröffnung stellte die Arena einen bemerkenswerten Rekord auf: Beim Freundschaftsländerspiel der deutschen U-21-Nationalmannschaft gegen Belarus am 31. März 2009 (1:1) kamen 13.000 Zuschauer – die höchste bis dahin verzeichnete Zuschauerzahl bei einem Freundschaftsländerspiel der deutschen U-21.
In jüngerer Zeit meldete der SC Paderborn 07 zudem einen Zweitliga-Zuschauerrekord für sein Stadion. Nach Berichten aus dem Jahr 2025 zählt die Arena zudem zu den Spielstätten mit einer außergewöhnlich hohen Zahl an Veranstaltungen im Jahresverlauf; auch wenn sie bei den absoluten Jahresbesucherzahlen nicht mit den zehn größten deutschen Stadien mithalten kann, die 2025 jeweils über eine Million Besucher zählten, bewegt sie sich mit ihrer Veranstaltungsdichte in einem Bereich, der überdurchschnittlich ausgelastet ist.
Die Eröffnungsspiele der Arena fanden am 16. Juli 2008 gegen Galatasaray Istanbul (1:1) und am 20. Juli 2008 in der offiziellen Eröffnungspartie gegen Borussia Dortmund (1:2) statt. Bereits im ersten Jahr des Bestehens wurde die Arena zu einem Schauplatz für DFB-Nachwuchsländerspiele: Am 31. März 2009 empfing die deutsche U-21 hier Belarus (1:1) vor 13.000 Zuschauern, und am 18. November 2009 traf die deutsche U-19 auf Schottland (0:0). Paderborn war damit 2009 der einzige Ort in Deutschland, an dem im selben Jahr zwei Länderspiele deutscher Jugendnationalmannschaften ausgetragen wurden.
Auch die deutsche Frauen-Nationalmannschaft war mehrfach Gast in Paderborn: Am 19. Juni 2013 spielte sie dort im Rahmen der EM-Vorbereitung 2013 gegen Kanada, und am 22. Juli 2016 kam es zu einem 11:0-Sieg gegen Ghana – zugleich das letzte Heimländerspiel von Bundestrainerin Silvia Neid auf deutschem Boden. Die Arena war zudem, unter dem damaligen Namen Energieteam Arena, einer der Austragungsorte der U-20-Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2010. Während der Fußball-Europameisterschaft 2024 nutzte die französische Nationalmannschaft die Arena zeitweise als Trainingsstätte. Als Ligavertreter teilte sich der SC Verl das Stadion mit dem SC Paderborn und bestritt dort in den Spielzeiten 2020/21, 2021/22 sowie 2022/23 einzelne Heimspiele.
Neben dem Fußballbetrieb ist die Home Deluxe Arena nach Medienberichten aus jüngerer Zeit für eine außergewöhnlich hohe Zahl an Veranstaltungen bekannt – nahezu täglich findet dort eine Nutzung statt, sei es für Firmenevents, Tagungen oder ähnliche Anlässe. Große Konzerte gehören dabei allerdings nicht zum regelmäßigen Angebot; eine Ausnahme bildete die erfolgreiche Premiere eines Weihnachtskonzerts („Christmas Sing“) im Dezember, die als besonderes Einzelereignis hervorgehoben wurde.
Sportlich diente die Arena 2010 als Austragungsort von Spielen der U-20-Frauen-Fußballweltmeisterschaft und beherbergte in den vergangenen Spielzeiten zusätzlich Heimspiele des SC Verl. Während der Europameisterschaft 2024 richtete die französische Nationalmannschaft dort ihr Trainingslager ein.
Die Home Deluxe Arena ist bis heute die Heimspielstätte des SC Paderborn 07, der in der Saison 2025/26 in der 2. Bundesliga um die Rückkehr in die Bundesliga kämpft. Der aktuelle Namenssponsor Home Deluxe hat sich langfristig gebunden; der Vertrag läuft bis 2032. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen bietet die Arena rund 15.000 Plätze, davon der überwiegende Teil als Sitzplätze im Zielbild von 8.000 Sitz- zu rund 7.000 Stehplätzen.
Das Stadion gilt als eines der am intensivsten genutzten kleineren Profifußballstadien Deutschlands, da es abseits der Spieltage fast durchgehend für Veranstaltungen gebucht wird. Damit bleibt die Arena, obwohl sie im bundesweiten Vergleich der Zuschauerzahlen nicht zu den größten Spielstätten zählt, ein wirtschaftlich vielseitig genutzter Standort für den SC Paderborn 07 und die Stadt Paderborn.