Eintracht Braunschweig trug seine ersten Spiele auf dem Leonhardplatz und später auf dem Kleinen Exerzierplatz aus, bevor der Verein eine eigene Anlage errichtete. Am 8. Oktober 1905 wurde die erste eigene Spielstätte an der Helmstedter Straße eröffnet, ein 3:0-Sieg gegen Wacker Leipzig vor rund 3.000 Zuschauern markierte den Auftakt. Die Anlage besaß eine überdachte Holztribüne für einige hundert Zuschauer und fasste in der Folgezeit bis zu 3.000 Besucher; sie wurde 1931 abgerissen.
Am 22. Februar 1922 erwarb der Verein ein rund 13 Hektar großes Grundstück an der Hamburger Straße für den Neubau eines größeren Stadions. Die Finanzierung erfolgte teilweise in US-Dollar, wodurch das Bauvorhaben von der Hyperinflation des Jahres 1923 weitgehend verschont blieb. Am 17. Juni 1923 wurde das neue Eintracht-Stadion feierlich eröffnet; vor rund 15.000 Zuschauern unterlag Eintracht Braunschweig dem 1. FC Nürnberg mit 1:10. Die Haupttribüne der Anlage wurde erst im Oktober 1924 fertiggestellt.
Das Eintracht-Stadion verbindet ein reines Fußballstadion mit einer von World Athletics zertifizierten Leichtathletikkampfbahn und zählt damit zu den größten Leichtathletikstadien Norddeutschlands. Die Gesamtkapazität beläuft sich auf 24.406 überdachte Plätze; für Fußballspiele wird die Kapazität aus Sicherheitsgründen auf 23.325 Zuschauer begrenzt, davon rund 12.650 Sitz- und rund 10.675 Stehplätze.
Die Anlage gliedert sich in vier Tribünen: die Westtribüne mit 3.847 Plätzen, die Südkurve mit 9.530 Plätzen, die Osttribüne mit 5.687 Plätzen und die Nordkurve mit 5.342 Plätzen. Zur technischen Ausstattung zählen zwei Videowände, eine moderne Flutlichtanlage sowie eine Beschallungsanlage. Nach der Sanierung 2011 bis 2013 verfügt die Gegengerade zudem über zusätzliche Logen und Businessbereiche.
Nach der britischen Besatzungszeit, während der die Anlage zeitweise als Materiallager der Militärverwaltung diente, wurde das Stadion umfassend saniert und am 13. August 1950 mit einem Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wiedereröffnet, zu dem laut zeitgenössischen Berichten bis zu 50.000 Menschen in und um das Stadion kamen. Im Zuge der Gründung der Bundesliga 1963 wurde die Anlage bis 1967 auf eine Kapazität von knapp 40.000 Plätzen erweitert; zur Meisterfeier 1967 kamen rund 37.000 bis 38.000 Zuschauer. 1965 wurde das Vereinsgelände um weitere rund 21 Hektar für zusätzliche Fußball-, Hockey- und Tennisanlagen erweitert.
1976 wurde der Stehplatzrang für rund 3,2 Millionen D-Mark überdacht und im unteren Bereich teilweise zu Sitzplätzen umgebaut, wodurch sich die Kapazität auf rund 35.000 Plätze verringerte. Der Neubau der Haupttribüne zwischen 1979 und 1981 überschritt die Kostenplanung deutlich; die Stadt Braunschweig musste 1981 Schulden von 11,9 Millionen D-Mark übernehmen und wurde am 14. Mai 1981 Alleineigentümerin der Anlage, die daraufhin in "Städtisches Stadion an der Hamburger Straße" umbenannt wurde.
Zwischen 1993 und November 1995 folgte eine grundlegende Modernisierung mit einem Budget von rund 25 Millionen D-Mark, wovon sechs Millionen von Toto-Lotto Niedersachsen und dem Land Niedersachsen kamen. Die baufällige Südkurve wurde abgerissen und mit überdachten Stehplätzen neu errichtet, die Flutlichtanlage erneuert und die Osttribüne von gemischten Steh- und Sitzplätzen auf reine Sitzplätze umgebaut; am 3. November 1996 wurde eine neue Anzeigetafel in Betrieb genommen. 2006 erhielt der Rasen eine Rasenheizung.
Von Juli 2009 bis Juni 2010 wurde für rund 7,6 Millionen Euro die bis dahin offene Nordkurve überdacht und nach Osten erweitert, wobei die meisten Stehplätze in Sitzplätze umgewandelt wurden; die Kapazität stieg dadurch um rund 1.000 auf 25.540 Plätze. Zwischen Herbst 2011 und Sommer 2013 folgte für rund 14,5 Millionen Euro, finanziert über den städtischen Haushalt, der Umbau der Gegengerade: Anfang Juni 2013 erhielt sie 5.683 neue Sitzplätze, darunter 547 gelbe Sitze, die den Schriftzug "BRAUNSCHWEIG" bilden.
Von der Eröffnung 1923 bis 1980/81 trug die Anlage den Namen Eintracht-Stadion. Nach der Übernahme durch die Stadt Braunschweig 1981 wurde sie in "Städtisches Stadion an der Hamburger Straße" umbenannt, ein Name, der bis 2008 Bestand hatte.
Im Sommer 2008 sicherten sich fünf Sponsoren – die Braunschweigische Landessparkasse, BS|ENERGY, die Öffentliche Versicherung Braunschweig, die Volksbank Braunschweig Wolfsburg und die Volkswagen Financial Services AG – die Namensrechte an der Anlage und ließen dabei bewusst den traditionellen Namen Eintracht-Stadion bestehen; die Rückbenennung erfolgte im Juni/Juli 2008. Der Sponsorenvertrag lief zum 30. Juni 2021 aus. Am 28. September 2021 beschloss der Verein, künftig selbst nach neuen Namensrechte-Partnern zu suchen, und startete im Februar 2022 das Projekt "Eintracht Stadion – jetzt und immer", eine Crowdfunding-Aktion, mit der Fans und Unternehmen den traditionellen Namen für zunächst drei weitere Jahre für jährlich rund 300.000 Euro sicherten. Die Kampagne sammelte 652.421 Euro von 2.773 Unterstützern und sicherte den Namen Eintracht-Stadion bis mindestens 2025.
Als erste offiziell ausverkaufte Partie gilt das Tschammerpokal-Viertelfinale gegen den FC Schalke 04 am 31. Oktober 1937, das bei einer Kapazität von 24.000 Plätzen komplett ausverkauft war und das Braunschweig erst in der 119. Minute mit 0:1 verlor. 1948 wurde bei einem Wiederholungsspiel gegen den HSV mit rund 30.000 Zuschauern ein neuer Bestwert erreicht, 1953 kamen beim 2:1-Sieg gegen den HSV rund 32.000 Zuschauer.
Zum DFB-Pokalfinale am 25. August 1955 verzeichnete das Stadion rund 25.000 Zuschauer. Zur Meisterfeier der Saison 1966/67, als Eintracht Braunschweig durch ein 4:1 gegen den 1. FC Nürnberg die erste und bislang einzige deutsche Meisterschaft des Vereins sicherte, kamen zwischen rund 37.000 und 38.000 Zuschauer. Die heutige Kapazität von 24.406 überdachten Plätzen (23.325 bei Fußballspielen) liegt damit deutlich unter den historischen Höchstwerten, die vor den sicherheitsbedingten Umbauten der 1990er und 2000er Jahre erreicht wurden.
Am 25. August 1955 war das Eintracht-Stadion Schauplatz des DFB-Pokalfinales zwischen dem Karlsruher SC und dem FC Schalke 04: Schalke führte bis zur 83. Minute mit 2:1, doch Karlsruhe drehte die Partie mit zwei späten Treffern in der 83. und 85. Minute und gewann den Pokal.
Am 18. September 1957 fand im Eintracht-Stadion das erste Flutlichtspiel Norddeutschlands statt; die mit 168 Lampen und 200.000 Watt ausgestattete Anlage war die erste ihrer Art in der Region. Eintracht Braunschweig gewann die Partie gegen Fortuna Düsseldorf mit 4:0. Als sportlich bedeutendstes Spiel der Vereinsgeschichte gilt das entscheidende Saisonfinale 1966/67 gegen den 1. FC Nürnberg (4:1), mit dem Braunschweig deutscher Meister wurde.
Neben dem Fußball ist das Stadion regelmäßig Schauplatz von American-Football-Endspielen der New Yorker Lions: German-Bowl-Finals wurden dort 1995, 2000, 2002, 2004 und 2006 ausgetragen, Eurobowl-Finals 2002, 2003 und 2015. Die Leichtathletikanlage war zudem Austragungsort Deutscher Meisterschaften in den Jahren 2000, 2004, 2010, 2020 und 2021, Deutscher Mannschaftsmeisterschaften 2003 und 2014 sowie der Leichtathletik-Team-Europameisterschaft 2014. In der Saison 2009/10 nutzte der Goslarer SC 08 das Stadion für seine Regionalliga-Nord-Heimspiele, da die eigene Anlage die Ligaanforderungen nicht erfüllte. Am 17. Juni 2023 feierte das Stadion sein 100-jähriges Bestehen, im Zuge dessen der Vorplatz in "Platz der 67er" umbenannt wurde.
Neben Eintracht Braunschweig nutzt auch das American-Football-Team New Yorker Lions das Stadion als Heimspielstätte. Die integrierte, von World Athletics zertifizierte Leichtathletikanlage macht die Anlage zu einem der größten Leichtathletikstadien Norddeutschlands und regelmäßigen Austragungsort nationaler und internationaler Leichtathletikwettbewerbe.
Auch als Konzertbühne wird das Stadion genutzt: Am 3. Juni 1998 trat der italienische Popsänger Eros Ramazzotti vor rund 16.000 Fans im Stadion auf.
Das Eintracht-Stadion bietet heute 24.406 vollständig überdachte Plätze, von denen bei Fußballspielen aus Sicherheitsgründen 23.325 genutzt werden dürfen. Es ist die Heimspielstätte von Eintracht Braunschweig sowie der New Yorker Lions und dient regelmäßig als Austragungsort großer Leichtathletikveranstaltungen. Nach der letzten großen Umbauphase, die 2013 mit der Modernisierung der Gegengerade (inklusive neuer Logen- und Businessbereiche) abgeschlossen wurde, verfügt die Anlage über eine moderne Infrastruktur mit zwei Videowänden und zeitgemäßer Flutlichttechnik. Der traditionelle Name Eintracht-Stadion ist seit der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne von 2022 bis mindestens 2025 gesichert, nachdem der vorherige Namensrechte-Vertrag mit einem Sponsorenkonsortium 2021 ausgelaufen war.