Die Geschichte des heutigen Deutsche Bank Park reicht bis 1925 zurück, als das ursprüngliche Waldstadion auf dem Gelände einer ehemaligen Militärschießanlage im Frankfurter Stadtwald eröffnet wurde. Geplant von Gartenbaudirektor Max Bromme für die Gesamtanlage und Stadtbaurat Gustav Schaumann für das Tribünengebäude, bot die Anlage neben dem Fußballfeld auch eine Radrennbahn und ein Schwimmbecken; die Baukosten beliefen sich auf rund 3,7 Millionen Reichsmark. Nach schweren Umbauten – darunter eine Kapazitätserweiterung 1937 auf 55.000 Plätze und eine grundlegende Sanierung 1953 bis 1955 infolge eines Zuschauerunglücks mit über 200 Verletzten – sowie einem weiteren großen Umbau 1972 bis 1974 zur Weltmeisterschaft, war das Waldstadion über Jahrzehnte eines der größten Mehrzweckstadien Deutschlands.
Der Wandel zum heutigen reinen Fußballstadion begann mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland. Mit einem symbolischen Baggerbiss am 17. Juni 2002 begannen die Arbeiten für einen kompletten Neubau an gleicher Stelle, der offiziell dennoch als Umbau firmierte. Verantwortlich für den Entwurf zeichnete das Hamburger Büro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner aus Stuttgart, das für die aufwendige Dachkonstruktion zuständig war. Die Baukosten des Neubaus lagen bei rund 150 bis 188 Millionen Euro.
Eröffnet wurde das neue Stadion am 15. Juni 2005 im Rahmen des FIFA-Konföderationen-Pokals mit der Partie Deutschland gegen Australien, die die deutsche Mannschaft 4:3 gewann. Wenige Tage später war das Stadion auch Schauplatz des Konföderationen-Pokal-Finales zwischen Brasilien und Argentinien, das Brasilien mit 4:1 für sich entschied.
Das markanteste architektonische Merkmal des Deutsche Bank Park ist sein aufwendiges Membrandach, das einer Felge mit Speichen nachempfunden ist und eine Fläche von rund 37.500 Quadratmetern überspannt. Getragen wird die knapp 3.000 Tonnen schwere Dachkonstruktion von 44 Hauptstützen; ein zusätzliches, rund 9.000 Quadratmeter großes Innendach aus stahlseilverspanntem, PVC-beschichtetem Polyestergewebe kann bei Bedarf in etwa 15 bis 20 Minuten geöffnet oder geschlossen werden, was dem Stadion den inoffiziellen Beinamen „größtes Cabrio der Welt“ eingebracht hat. Zentral unter dem Dach hängt zudem ein rund 30 Tonnen schwerer Videowürfel.
Weitere prägende Elemente sind die beiden knapp 65 Meter hohen Medientürme sowie die in Erdwälle eingebetteten Tribünen, die dem Stadion trotz seiner Größe eine kompakte, spielfeldnahe Wirkung verleihen – begünstigt auch durch den Verzicht auf eine Leichtathletik-Laufbahn, wodurch der Abstand von den vordersten Rängen zum Spielfeld auf teilweise nur rund 60 Meter reduziert werden konnte. Insgesamt misst das Stadion rund 210 mal 190 Meter und verfügt über eine Bruttogeschossfläche von etwa 110.000 Quadratmetern; eine Tiefgarage bietet Platz für rund 1.800 Fahrzeuge.
Für seine ingenieurtechnische Leistung wurde das Bauwerk 2007 mit dem „Outstanding Structure Award“ der International Association for Bridge and Structural Engineering (IABSE) ausgezeichnet. Das Frankfurter Dachkonzept von gmp diente später auch als gestalterisches Vorbild für weitere von dem Büro entworfene Stadien wie die Arena Națională in Bukarest und das Nationalstadion in Warschau.
Bereits das alte Waldstadion durchlief seit 1925 mehrere grundlegende Umbauten: 1937 wurde die Kapazität durch den Ausbau der Gegengeraden auf 55.000 Plätze erhöht, nach dem sogenannten „Chaos-Spiel“ von 1953, bei dem für 55.000 Plätze rund 70.000 Karten verkauft worden waren und über 200 Menschen verletzt wurden, folgte bis zur Wiedereröffnung am 14. Mai 1955 eine grundlegende Sanierung. 1960 kam eine moderne Flutlichtanlage hinzu, zur Weltmeisterschaft 1974 wurde das Stadion 1972 bis 1974 nochmals umfassend umgebaut, 1978 folgten Drainage und Rasenheizung, zur Europameisterschaft 1988 eine Videoanzeigetafel und erste VIP-Bereiche.
Der bislang tiefgreifendste Umbau war der Neubau von 2002 bis 2005 zur Weltmeisterschaft 2006, aus dem das heutige reine Fußballstadion mit variabler Kapazität zwischen 48.000 (WM-Standard) und rund 51.500 (Bundesliga) Plätzen hervorging. 2007 wurde ein Rasenbeleuchtungssystem installiert, im gleichen Jahr eröffnete im Stadion der ökumenische Andachtsraum „Kirche in der Arena“, im November 2007 folgte die Eröffnung des Eintracht-Frankfurt-Museums mit über 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche.
In jüngerer Zeit wurde vor allem die Zuschauerkapazität schrittweise erhöht: Im November 2023 wurde nach dem Umbau der Nordwestkurve, bei dem der Mittelrang entfernt und der Oberrang erweitert wurde, die Kapazität auf 58.000 Plätze angehoben und mit rund 12.900 Stehplätzen die zweitgrößte Stehplatztribüne der Bundesliga geschaffen; zur Saison 2025/26 stieg die Kapazität durch die Modernisierung der Pressetribüne und den Umbau einer Kamera-Position an der Jürgen-Grabowski-Tribüne nochmals auf 59.500 Plätze. In der Saison 2020/21 wurde zudem ein neuer, rund 6,9 Tonnen schwerer LED-Videowürfel des Herstellers LG mit knapp 276 Quadratmetern Bildschirmfläche installiert.
Von seiner Eröffnung 1925 bis 2005 trug das Stadion durchgehend den Namen Waldstadion, mit Ausnahme der unmittelbaren Nachkriegsjahre 1945/46, als die amerikanische Besatzungsmacht es kurzzeitig „Victory Stadium“ nannte, ehe ab Juli 1946 wieder der alte Name galt. Mit der Fertigstellung des Neubaus verkaufte die städtische Betreibergesellschaft zum 1. Juli 2005 erstmals die Namensrechte an die Commerzbank, die das Stadion für zunächst zehn Jahre und ein Gesamtvolumen von rund 30 Millionen Euro als Commerzbank-Arena vermarktete; von 2006 bis 2020 prangte dazu ein 8,30 Meter hoher, seinerzeit als größter LED-Schriftzug Europas beworbener Leuchtschriftzug auf dem Stadiondach.
Die Umbenennung stieß von Beginn an auf erheblichen Widerstand der Eintracht-Fans, die den traditionsreichen Namen Waldstadion bewahrt sehen wollten: Die Fanorganisation Nordwestkurve rief im September 2014 die Aktion „Reclaim the name“ ins Leben und versuchte sogar mit einem Lottogewinn von 384,20 Euro symbolisch, die Namensrechte zurückzuerwerben – ohne Erfolg.
Zum 1. Juli 2020 übernahm die Deutsche Bank die Namensrechte und benannte das Stadion in Deutsche Bank Park um; der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2027 mit Verlängerungsoption. Seit August 2020 leuchtet auf dem Dach ein neuer, 73 Meter breiter Schriftzug in Blau und Weiß. Bei internationalen Turnieren wie der Weltmeisterschaft 2006 oder der Frauen-Weltmeisterschaft 2011 firmierte das Stadion aus FIFA-Vermarktungsgründen zeitweise als „FIFA WM-Stadion Frankfurt“ beziehungsweise „FIFA Frauen-WM-Stadion Frankfurt“.
Die aktuelle Kapazität des Deutsche Bank Park liegt bei Bundesligaspielen seit der Saison 2025/26 bei 59.500 Plätzen, für internationale Fußballspiele und American-Football-Partien werden davon rund 48.500 genutzt, während bei Konzerten bis zu 65.000 Besucher Platz finden können. Bei der Eröffnung des Neubaus 2005 waren es zunächst 51.500 Plätze, das ursprüngliche Waldstadion von 1925 hatte mit 35.000 begonnen und war 1937 auf 55.000 erweitert worden.
Der bis heute gültige Zuschauerrekord im Fußball stammt noch aus der Zeit des alten Waldstadions: Am 23. Mai 1959 verfolgten 81.000 Zuschauer das Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft zwischen Eintracht Frankfurt und dem FK Pirmasens. Im Frauenfußball hält der Deutsche Bank Park gleich mehrere Bestmarken: Beim Bundesliga-Saisonauftakt 2022/23 zwischen Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München kamen 23.200 Zuschauer, während das UEFA-Women's-Cup-Finalrückspiel zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Umeå IK am 24. Mai 2008 mit 27.500 Zuschauern den bis dahin höchsten je für ein Frauenfußballspiel gemessenen Wert erreichte.
Auch abseits des Fußballs stellte die Arena Bestmarken auf: Beim „Tag des Handballs“ am 6. September 2014 sahen 44.189 Zuschauer die Partie Rhein-Neckar Löwen gegen den HSV Hamburg – ein damaliger Weltrekord für ein Hallensportereignis im Freien. Beim DEL-Winter-Game am 4. Januar 2025 zwischen Löwen Frankfurt und den Adlern Mannheim kamen 45.110 Zuschauer, während die beiden NFL-International-Series-Spiele im November 2023 jeweils knapp über 50.000 Zuschauer und damit ausverkaufte Ränge verzeichneten.
Als eines von wenigen deutschen Stadien war das Frankfurter Stadion sowohl bei der Weltmeisterschaft 1974 als auch bei der Weltmeisterschaft 2006 Austragungsort. 1974 fanden hier mehrere Gruppenspiele statt, darunter am 3. Juli 1974 die als „Wasserschlacht von Frankfurt“ bekannt gewordene 1:0-Partie Deutschlands gegen Polen bei sintflutartigem Regen; bereits am 23. Juni 1974 war zudem eine Partie zwischen Deutschland und Ungarn wegen dichten Nebels in der 60. Minute abgebrochen worden. Zur EM 1988 und erneut zur WM 2006 war das Stadion ebenfalls bespielt, ehe es mit vier Gruppenspielen und einem Achtelfinale auch bei der Heim-EM 2024 wieder zu den deutschen Turnierstätten zählte.
Im Vereinsfußball war das Waldstadion insgesamt fünfmal Schauplatz von DFB-Pokal-Endspielen (1966, 1969, 1976, 1982, 1984) sowie Austragungsort des DFB-Supercups 1987 und 1988 und des DFL-Supercups 2018. Historische Bedeutung hat zudem das UEFA-Pokal-Finale vom 21. Mai 1980, das Eintracht Frankfurt im Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:0 gewann und damit den bis heute einzigen internationalen Titel des Vereins sicherte. Im neuen Stadion sorgte in der Bundesliga vor allem das 7:1 gegen Fortuna Düsseldorf in der Saison 2018/19 für Aufsehen, der bis dahin höchste Sieg der Eintracht im neuen Stadion.
Auch der Frauenfußball hinterließ hier historische Spuren: 2011 war Frankfurt Schauplatz des Finales der Frauen-Weltmeisterschaft, zuvor bereits 2002 und 2008 Austragungsort der UEFA-Women's-Cup-Endspiele des 1. FFC Frankfurt.
Kaum ein deutsches Stadion wird so vielseitig genutzt wie der Deutsche Bank Park. Bereits seit den 1980er-Jahren ist er eine der wichtigsten deutschen Konzertarenen: Supertramp traten hier 1983 auf, es folgten Auftritte von Bruce Springsteen (1985 und 1988), Madonna (1987), Prince (1988), den Rolling Stones (1990) und Tina Turner (1990). In den 1990er-Jahren kamen unter anderem Marius Müller-Westernhagen, Dire Straits, U2 und Bon Jovi hinzu. Nach dem Neubau setzte sich diese Tradition fort, mit Konzerten der Rolling Stones, von Genesis und Herbert Grönemeyer 2007, gefolgt von Auftritten unter anderem von Madonna, Bon Jovi, Bruce Springsteen, Céline Dion und Depeche Mode zwischen 2008 und 2009 sowie später von Rihanna, Beyoncé und Billy Joel im Jahr 2016. Seit 2013 findet zudem jährlich das Elektro-Festival BigCityBeats World Club Dome statt, das 2015 mit rund 100.000 Besuchern, 150 DJs und 14 Bühnen zu den größten Indoor-Outdoor-Festivals Europas zählte.
Als American-Football-Standort hat das Stadion besondere Bedeutung: Von 1991 bis 2007 war es Heimstätte der Frankfurt Galaxy in der NFL Europe, die hier unter anderem World Bowls austrug; seit 2008 finden hier zudem regelmäßig German Bowls statt, und seit 2023 ist der Deutsche Bank Park neben der Allianz Arena feste Spielstätte der NFL International Series in Deutschland. Auch Eishockey (DEL-Winter- und Summer-Games), Handball, Boxweltmeisterschaften – darunter 2010 der Kampf Wladimir Klitschko gegen Samuel Peter – sowie Leichtathletik-Meisterschaften, Turnfeste und Kirchentage gehörten und gehören zum vielfältigen Nutzungsspektrum der Anlage.
Der Deutsche Bank Park ist heute nicht nur sportliches, sondern auch gesellschaftliches Zentrum des Frankfurter Stadtwalds. Seit dem 1. Juli 2020 mietet Eintracht Frankfurt das Stadion langfristig von der städtischen Betreibergesellschaft, der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2035; damit ist der Verein selbst zum zentralen Akteur der Weiterentwicklung der Anlage geworden. Zur Saison 2025/26 wurde nicht nur die Kapazität auf 59.500 Plätze erhöht, auch die Haupttribüne wurde zu Ehren des früheren Nationalspielers in Bernd-Hölzenbein-Tribüne umbenannt, ein neuer Hospitality-Bereich eröffnet und das vereinseigene Museum modernisiert.
Über das reine Fußballgeschehen hinaus hat sich das Gelände rund um das Stadion in den vergangenen Jahren zu einem Freizeitpark entwickelt: Seit September 2021 führt ein rund 2,5 Kilometer langer Trimm-dich-Pfad mit neun Stationen durch die Umgebung, im März 2025 eröffnete zudem ein Kletterwald mit 13 Parcours und fünf rund 30 Meter hohen Klettertürmen, der größte seiner Art in der Region Rhein-Main. Das im November 2007 eröffnete Eintracht-Frankfurt-Museum dokumentiert auf über 400 Quadratmetern die mehr als hundertjährige Vereinsgeschichte und wurde im Zuge der jüngsten Umbauten ebenfalls erneuert.
Auch international bleibt das Stadion gefragt: Nach der Austragung von vier Gruppenspielen und einem Achtelfinale bei der Heim-EM 2024 wird der Deutsche Bank Park 2027 zudem Austragungsort des Finales der UEFA Europa League sein, wie die UEFA offiziell bestätigt hat. Mit seiner Doppelfunktion als Fußball- und Konzertarena, als Spielstätte für American Football, Eishockey und Handball sowie als Standort von Museum, Andachtsraum, Trimm-dich-Pfad und Kletterwald hat sich das Frankfurter Stadion zu einem der vielseitigsten Sport- und Veranstaltungsorte Deutschlands entwickelt.